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Leserbrief: Student der ersten Stunde

Mittwoch, 13. Mai 2015

Studium gegen Brennholz

Auf unseren Facebook-Aufruf nach Geschichten und Geschichtchen vom Campus hin erreichte uns jüngst die Nachricht eines „Studenten der ersten Stunde“. Er erzählt, wie das Leben auf dem Campus nach dem Krieg wieder auflebte:

Ihre Campusreporterin Christine fragte neulich nach interessanten Entdeckungen oder Anekdoten. Ich weiß nicht, ob Sie sich für „olle Kamellen“ interessieren: Wir Studenten der „ersten Stunde“ nach Kriegsende, die wir unser Studium am 1. April 1946 aufnahmen, hatten uns gleich nach der Rückkehr aus dem Krieg Ende 1945 angemeldet. Vor Aufnahme mussten wir Arbeitsleistung erbringen. Fünf von uns wurden eingeteilt, Bäume zu zersägen. Da uns nur eine Säge und ein Beil zur Verfügung standen, war die Tagesleistung nicht allzu hoch. Immerhin reichte sie so weit, dass jeder von uns am Abend eine Aktentasche voll Brennholz mitnehmen konnte. Ich selbst habe dann zwei Semester Bauingenieurwesen und dann Mathematik studiert und schloss 1952 als Dr.-Ing., Fachrichtung Mathematik, ab. Während des Studiums und danach war ich etliche Jahre Hilfsassistent und Assistent am Lehrstuhl für Geometrie.

Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Goebel

tui

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