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TU Berlin

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Forschung

Der Endnutzer plant mit

Donnerstag, 18. Februar 2016

Energiesimulation für den Standort Tegel

Anflug auf Tegel: Wie viel Energie wird der zukünftige Industriestandort, der dem Flughafen folgt, benötigen? Ein Forschungsprojekt eruiert den Bedarf
Lupe

Wann der Flughafen Tegel nicht mehr gebraucht wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber: Früher oder später werden in Tegel keine Flugzeuge mehr starten und landen. Stattdessen sollen dann dort Ideen abheben, und zwar in einem zukünftigen Forschungs- und Industrie-Park.

Das Konzept der Stadt sieht vor, Forschungsinstitute und Unternehmen, die sich mit den Themen Mobilität, Recycling, Werkstoffe und IT beschäftigen, anzusiedeln. Doch wie viel Energie werden diese zukünftigen Flughafenbewohner eigentlich benötigen – und wo soll die herkommen? „Das Problem ist ja, dass noch niemand wissen kann, wer genau das Areal nutzen wird“, so Prof. Dr. Elke Pahl-Weber, die an der TU Berlin das Projekt „Energiesimulation für den Standort Tegel“ leitet.

Zusammen mit den Kooperationspartnern haben die TU-Forscherinnen und -Forscher deshalb zunächst Nutzer-Gruppen definiert und befragt, die den zukünftigen tatsächlichen Instituten und Unternehmen ähnlich sein könnten. Mit Hilfe von „Urban Design Thinking“, einer TU-eigenen Weiterentwicklung der im Silicon Valley erfundenen Innovationsmethodik Design Thinking, haben die befragten Nutzer ihre Anforderungen an einen zukünftigen Industriestandort diskutiert und Energiebedarfe festgelegt.

Die erhobenen Daten wurden anschließend in eine App gespeist, in der Variablen des Energiekonzeptes verändert werden können: Welcher regenerative Stromanteil kann vor Ort produziert werden? Wie kann schnell Reserve-Energie bezogen werden, wenn im Jahresverlauf der Energiebedarf mal sehr hoch, die Sonnenscheindauer aber niedrig ausfallen wird? Und was bedeutet das für die Investitionskosten?

Die Leiterin des Fachgebietes Bestandsentwicklung und Erneuerung von Siedlungseinheiten sieht in dieser Methode der Einbeziehung potenzieller Nutzer viele Vorteile: „Urban Design Thinking funktioniert nach einem radikalen Bottom-up-Ansatz: Ergebnisoffen analysieren Nutzer ihre Bedürfnisse und testen die auf dieser Basis von Fachleuten entwickelten Ergebnisse anschließend wieder selbst.“ Diese direkte Zusammenarbeit garantiert, dass die Lösung tatsächlich den Nutzerbedürfnissen entspricht. Kostenintensive Fehlplanungen könnten so vermieden werden.

Michael Metzger

http://de.calameo.com/books/0044100783727334868dc

"TU intern" Februar 2016

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