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TU Berlin

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Lehre & Studium

Innovatives Praktikum zur Photonik entwickelt

Dienstag, 08. Dezember 2015

Das Studienreformprojekt OPAL widmet sich der hoch qualifizierten Lehre in optischen Technologien

Sebastian Siewert gehört zum wissenschaftlichen Team, das die Arbeit an den optischen Geräten betreut
Lupe

Nicht erst seitdem die UNESCO das Jahr 2015 zum Jahr des Lichts ausgerufen hat, wurde die große Bedeutung einer forschungs- und anwendungsnahen Lehre zu Optik und Photonik deutlich. Viele Initiativen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beschäftigen sich mit dem Thema, etwa die Agenda Photonik 2020 des Bundesbildungsministeriums oder regionale Initiativen wie der „OpTecBB“-Cluster. Hoch qualifizierte Fachkräfte in diesem Gebiet auszubilden ist eine der wichtigen Aufgaben, denen sich das Institut für Optik und Atomare Physik (IOAP) der TU Berlin widmet. Mehrere fachgebietsübergreifende Lehrveranstaltungen wurden inzwischen eingerichtet. Neue Vorlesungen und Studiengänge wie MINTgrün erzeugen einen Bedarf, Studierenden je nach Vorkenntnissen und Interessen im Baukastenprinzip geeignete Experimente anzubieten.

Seit Anfang 2013 widmet sich auch das Studienreformprojekt Optics and Photonics Academic Lab – OPAL dieser Aufgabe. Prof. Dr. Ulrike Woggon vom Fachgebiet Nichtlineare Optik am IOAP und Dr. Oliver Schöps, Leiter der Physikalischen Grundpraktika, entwickeln dafür experimentelle Übungen, die in die Lehrveranstaltungen integriert werden. Verstärkt wird das Team durch den wissenschaftlichen Angestellten Sebastian Siewert und zwei studentische Hilfskräfte.

Dafür wird auf die Ressourcen älterer, neu aufgearbeiteter und mit neuen Komponenten versehener Lehrveranstaltungen zurückgegriffen. „Wir können nun Experimente anbieten, die die Leitung von Licht durch unterschiedliche Materialien, vom einfachen Glasstab als Modell bis hin zur kommerziellen Glasfaser als Anwendung, behandeln“, erklärt Oliver Schöps. „Verschiedene Aspekte des Lichts und des menschlichen Sehvermögens können vermessen werden, sowie auch Eigenschaften von Spektrometern, wie sie in Forschung und Technik zum Einsatz kommen.“ Dabei werden klassische Linsen, Prismen und Mikroskope verwendet, bis hin zu dünnen Schichten, die als dielektrische Spiegel fungieren, oder metallbedampfte Proben, die so exotische Erscheinungen wie Plasmonen optisch erfahrbar machen.

Während der Projektlaufzeit folgten auf Prototyp- und Experimentierphasen auch Auswertungsphasen. So konnten erste Erfahrungen sofort in die weitere Entwicklung einfließen. Das Feedback in den Vorlesungen „Optik und Photonik“ und „Höhere Optik“ sei positiv gewesen, so Oliver Schöps. Die Experimente seien als hochwertig und interessant wahrgenommen, der Bezug auf aktuelle Forschungsthemen geschätzt worden.

Die Dokumentation zu den einzelnen Experimenten mit vollständigen Anleitungen wird Dozenten und Betreuern zur Verfügung gestellt. Später erhalten auch Studierende die Anleitungen online. Für die Ausbildung von Betreuern ist die Nutzung der Möglichkeiten des Studienreformprojekts EduZEN geplant. Dort werden zurzeit kurze Videos erstellt. Die Angebote von OPAL sind zum Teil bereits jetzt auf der Homepage einzusehen und wurden in Workshops der Deutschen Physikalischen Gesellschaft auch schon einem Fachpublikum vorgestellt. „Im kommenden Jahr wird mit dem Ende der Projektlaufzeit die Entwicklung der neuen Versuche abgeschlossen sein, sodass sie in den Regelbetrieb übergehen können“, erklärt Oliver Schöps. Über die jetzige Nutzung hinaus stehen dann die neuen Versuche auch anderen Veranstaltungen zur Verfügung und werden den „Experimentepark“ der Physik der TU Berlin erweitern und damit die Optikausbildung bereichern.

www.ioap.tu-berlin.de/menue/studium_und_lehre/optics_and_photonics_academic_lab/home/

tui "TU intern" Dezember 2015

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