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TU Berlin

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Lehre & Studium

Magnetische Bakterien

Freitag, 12. Dezember 2014

Goldmedaille für Berliner iGEM-Team in Boston

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Vor dem Erfolg des Teams stand die akribische Arbeit im Labor am TU-Institut für Chemie
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Einmal Boston – und zurück mit Goldmedaille, hieß es im Oktober für sieben Studierende aus drei Berliner Hochschulen (TU Berlin, FU Berlin und HTW Berlin) im Rahmen des iGEM-Wettbewerbs, des ersten und einzigen weltweiten Wettbewerbs der synthetischen Biologie für Studierende, dessen Finale am Massachusetts Institute of Technology stattfand. Erstmals nahm ein interdisziplinäres Berliner Team teil. Gesponsert wurde es unter anderem von der TU Berlin und gecoacht von der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Nediljko Budisa am Institut für Chemie, Fachgebiet Biokatalyse der TU Berlin.

Ihr Ziel: „remote controlled bacteria“ herzustellen, also Bakterien (E. coli), die genetisch so verändert wurden, dass sie mit Hilfe eines Magneten bewegt werden können. „Dazu wollten wir Eisen, das normalerweise toxisch für E.-coli-Bakterien ist, innerhalb der Bakterien anreichern. Wir haben verschiedene eisenbindende Proteinstrukturen auf einen sogenannten Vektor – ein Stück DNA, hier ein Plasmid, das als Transporter fremde Gene in eine Zelle einbringt – kloniert und damit Bakterien transformiert. Tatsächlich konnten wir nachweisen, dass unsere transformierten Bakterien besser in einem eisenhaltigen Nährmedium überlebten als der Wildtyp“, so Sascha Kaufmann, Teammitglied und Student für Lebensmitteltechnologie an der TU Berlin. Eine Bedingung des Wettbewerbs ist es, der Wissenschaft funktionierende Biobricks (genormte genetische Bausteine mit einer innovativen Eigenschaft) zur Verfügung zu stellen. „Wir konnten 18 funktionierende Biobricks mit unterschiedlichen eisenbindenden Proteinstrukturen darauf nach Boston schicken“, freut sich Sascha Kaufmann. Und haben die Bakterien auch so viel Eisen angereichert, dass sie sich mit einem Magneten bewegen ließen? „Wir konnten zeigen, dass sich zumindest einige Bakterien mittels eines starken Neodymmagneten anziehen lassen. Nun wollen wir weitere Tests durchführen, um unsere Ergebnisse zu validieren“, so Sascha Kaufmann.

Das Vorgehen und die Präsentation des Berliner iGEM-Teams wurden in Boston mit einer Goldmedaille prämiert. Denn darum geht es bei iGEM: ein interdisziplinäres Team zu bilden, also Geisteswissenschaftler und Ethiker einzubinden, eine perfekte Präsentation abzuliefern und das Management zu gewährleisten, Sponsoren zu finden und die Arbeit zu koordinieren. Alles in Eigenregie der Studierenden. Sascha Kaufmann: „Wir haben über die Hybrid Plattform der TU Berlin und der Universität der Künste Kontakt zu Künstlern und Grafikern bekommen, die uns nicht nur bei der Präsentation und der Website unterstützt haben. Zusammen haben wir zwei sehr erfolgreiche Workshops durchgeführt. Auch die Hürde der Finanzierung und – nicht zuletzt – der erfolgreichen Laborarbeit haben wir genommen. Für uns alle ein fantastisches Erlebnis – und super Startbedingungen für ein Berliner iGEM-Team 2015!“

Katharina Jung "TU intern" Dezember 2014

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