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Forschung

Millionen für Chemie und Physik

Montag, 16. Dezember 2013

DFG-Förderung für zwei Sonderforschungsbereiche und ein Reinhart-Koselleck-Projekt

Ein Glückstag für die TU-Forschung: Am 22. November 2013 teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mit, dass nicht nur der millionenschwere Sonderforschungsbereich/Transregio InPROMPT verlängert worden sei. Auch ein neuer Chemie-Sfb, an dem TU-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler maßgeblich beteiligt sind, wurde bewilligt. Bei den Physikern wurde ebenfalls gefeiert. Sie erhielten, zusammen mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, ein Reinhart-Koselleck-Projekt, ebenfalls von der DFG, im Umfang von 900 000 Euro.


InPROMPT-Transregio verlängert

Der Sonderforschungsbereich/Transregio InPROMPT („Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen“) wird für weitere vier Jahre gefördert. Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Berlin, der HTW Berlin, der TU Dortmund, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme sind beteiligt. Die TU Berlin ist die Sprecherhochschule. Die Laufzeit der jetzt erfolgten Bewilligung beginnt am 1. 1. 2014. Die Fördersumme beträgt neun Millionen Euro. Mit der erneuten Förderung wird Berlins Stellung in der Verfahrenstechnik und der technischen Chemie weiter ausgebaut und sichtbar gestärkt.

Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen in 14 Teilprojekten mit Methoden der Chemie und der Verfahrenstechnik Ersatz für das knapper werdende Rohöl. Im Zentrum stehen nachwachsende Rohstoffe für den Einsatz in der chemischen Produktion.


Neue nachhaltige Materialien

Beim Chemie-Sonderforschungsbereich „Molekulare Einblicke in Metalloxid/Wasser-Systeme: Strukturelle Evolution, Grenzflächen und Auflösung“ ist die Humboldt-Universität zu Berlin Sprecherhochschule. Von den insgesamt 22 Arbeitsgruppen sind drei Forschergruppen vom Institut für Chemie der TU Berlin (Prof. Dr. Matthias Driess, Prof. Dr. Martin Kaupp, Dr.-Ing. Ralph Krähnert) beteiligt. Die TU-Arbeitsgruppen bringen ihre Expertise in der rationalen Synthese von neuen Materialien aus molekularen Bausteinen und deren theoretisches Verständnis ein. Die Arbeiten unterstreichen die Bedeutung des wissenschaftlichen Schwerpunkts „Nachhaltige neue Materialien“ an der TU Berlin, der unter anderem aus dem Exzellenzcluster UniCat hervorgegangen ist. Erforscht werden die elementaren Prozesse rund um die Metalloxid-Wasser-Wechselwirkungen auf allen relevanten Längenskalen mit einer Kombination aus chemischer Synthese, hochmodernen physikalischen und theoretischen Methoden. Metalloxide spielen eine Schlüsselrolle bei heterogenen Katalysatoren, medizinischen Implantaten, Oberflächenbeschichtungen und als Baumaterialien. Die Reinhart-Koselleck-Förderung der DFG, die Prof. Dr. Thomas Möller (TU Berlin) und Prof. Dr. Bernd von Issendorff (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) für das Physik-Projekt „Zeitaufgelöstes Abbilden der nano- skaligen Dynamik von Metallpartikeln in der Gasphase“ gemeinsam erhalten, beträgt insgesamt 900 000 Euro.


Dynamik von Metallpartikeln

Die beiden Physiker untersuchen, wie sich Materie auf einer mikroskopischen Skala als isolierte Nanopartikel bewegt, wenn man sie kurzfristig stark verformt oder erhitzt. Verkleinert man makroskopische Materie auf fast atomare Dimensionen, verändern sich viele Eigenschaften dramatisch, so vermutlich auch die Bewegung. Die Bewegung wird durch ein neuartiges Verfahren erstmals sichtbar gemacht: Mit den ultrakurzen Pulsen eines Röntgenlasers soll die zeitabhängige Verformung der Partikel nach einer Anregung abgebildet werden. Viele, zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommene Einzelbilder von Metall-Nanopartikeln sollen schließlich zu „Filmen“ zusammengesetzt werden, die zeigen, wie sich Teilchen innerhalb der Metall-Nanopartikel bewegen.

www.inprompt.tu-berlin.de www.unicat.tu-berlin.de www.ioap.tu-berlin.de/menue/arbeitsgruppen/ag_moeller

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