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Alexander von Humboldt-Stiftung: Nutzung des Sonnenlichts in der Chemie

Freitag, 25. Juli 2014

Die Suche nach neuen Katalysatoren

Magdalena Woznica arbeitet an naturstofforientierten Synthesen
Lupe

Die Forschung von Dr. Magdalena Woznica liegt ganz im Trend der modernen organischen Synthesechemie, die nach umweltfreundlichen Lösungen in verschiedenen Bereichen wie der Energieproduktion, dem Abbau von Schadstoffen und der organischen Synthese sucht. Die Humboldt-Stipendiatin aus Polen arbeitet in der Arbeitsgruppe Organische Chemie/Naturstofforientierte Synthesechemie von Prof. Dr. Siegfried Blechert. Sie forscht an einer neuen Sorte von Katalysatoren, die nicht auf Metallbasis, sondern auf dem polymeren Grafit-Kohlenstoffnitrid beruhen.

Gerade in der pharmazeutischen Industrie ist es notwendig, die bei der Synthese von Arzneimitteln häufig verwendeten Katalysatoren aus teuren und giftigen Metallen wie Germanium, Ruthenium, Iridium, Gold und Silber durch Substanzen zu ersetzen, die weniger schädlich auf den menschlichen Körper wirken und weniger hohe Kosten verursachen.

Magdalena Woznica steht ein breiter Wissenshintergrund für ihre Forschungstätigkeit zur Verfügung. Ursprünglich arbeitete sie an dem „Institute of Organic Chemistry, Polish Academy of Sciences“ in Warschau auf dem Gebiet der analytischen Chemie, insbesondere der Bestimmung der absoluten Konfiguration von Molekülen. Auf der Suche nach neuen Anwendungsmöglichkeiten ihrer Forschung fand sie den Weg zu der organischen Synthese. Der entscheidende wissenschaftliche Kontakt auf diesem Forschungsgebiet war Prof. Siegfried Blechert, ein enger Forschungspartner der Betreuerin ihrer Dissertation. Im Oktober 2012 besuchte Magdalena Woznica das erste Mal Prof. Blechert während eines Symposiums in Berlin, um mit ihm ihr Forschungsprojekt zu besprechen. Heute ist Frau Woznica seit einem Jahr als Postdoc voll in seinem Team integriert. „Ich habe großes Glück gehabt, diese Arbeitsgruppe gefunden zu haben, denn sie forscht auf dem Gebiet der sogenannten ,Green Chemistry‘, das mich sehr interessiert“, sagt die Wissenschaftlerin.

Das Projekt befasst sich mit der Nutzung von Sonnenlicht als unerschöpflicher Energiequelle für die Durchführung chemischer Reaktionen. Hierbei kommt das mpg-C3N4, ein grafitisches Kohlenstoffnitrid, als sogenannter Fotokatalysator zum Einsatz. Es ist in der Lage, Lichtenergie direkt in chemische Energie umzuwandeln. Anhand dieses Prinzips lassen sich eine Vielzahl von Reaktionen, wie Oxidationen und Reduktionen, umweltfreundlich und kostengünstig realisieren.

Noch sind es die ersten Schritte auf dem Weg eines umfangreichen Forschungsprojektes. Magdalena Woznica hat jedoch die begründete Hoffnung, dass die Katalysatoren bald auch auf weit komplexere Prozesse angewendet werden können.

Christiane Petersen

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