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Innenansichten

Arbeit gesund gestalten

Freitag, 27. Juni 2014

Reinhard Pels Leusden will dazu beitragen, die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern

Reinhard Pels Leusden komplettiert seit Kurzem das TU-Ärzteteam
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Im Notfall Lebensretter
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„Früher war die Arbeitsmedizin hauptsächlich auf die krankmachenden Aspekte der Arbeit fokussiert“, sagt Dr. Reinhard Pels Leusden. Seit Februar 2014 ist der Arbeitsmediziner wieder im Betriebsärzteteam der TU Berlin vertreten.

„Die Arbeitswelt und mit ihr die Arbeitsmedizin haben sich verändert. Wir Arbeitsmediziner sind heute nicht mehr nur dafür da, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und Berufskrankheiten zu vermeiden. Seit einigen Jahren spielt die sogenannte ,Salutogenese‘ eine zunehmend wichtigere Rolle. Sie stellt die Frage: Welche Faktoren tragen zur Entstehung und Erhaltung von Gesundheit bei? Wie kann Arbeit die Gesundheit fördern?“ Unter anderem gilt es dabei, das Aufgabenfeld der Beschäftigten so zu gestalten, dass Freude an der Arbeit erhalten bleibt, dass sie Erfolgserlebnisse bietet und Stress reduziert wird. „Stress ist keineswegs grundsätzlich schädlich“, so Pels Leusden. „Er kann auch leistungsfördernd wirken und das Selbstwertgefühl steigern. Schädlich sind Dauerkonflikte mit Kollegen und Vorgesetzten, Über- und Unterforderung, Eintönigkeit. Außerdem ist der demografische Wandel ein wichtiges Zukunftsthema, das übrigens alle Betriebe betrifft.“ Langsam weiche der sogenannte „Jugendwahn“ wieder der Wertschätzung von Arbeits- und Lebenserfahrung sowie der Auffassung, zu einem gesunden Betrieb gehörten sowohl die Erfahrung der Älteren als auch die Kreativität und der Aufbruchswillen der Jungen. Arbeitsplätze sollten daher altersgerecht beziehungsweise altersangepasst für verschiedene Lebensalter gestaltet werden.

Für diese Aufgaben, die er zusammen mit seiner Kollegin Kerstin Ehrhardt sowie mit weiteren an der Gesundheitsvorsorge beteiligten Einrichtungen meistern will, hat Reinhard Pels Leusden die besten Voraussetzungen. Ende 2006 hatte er die TU Berlin verlassen, um weitere Erfahrungen im Deutschen Bundestag zu sammeln. Dort war er für die arbeitsmedizinische Betreuung von 3000 Beschäftigten zuständig. Zwei Jahre später bot ihm das Siemens-Turbinenwerk in Berlin die Möglichkeit, neben der vollen Palette der Arbeitsmedizin in einem Großbetrieb mit vielen dienstreisenden Beschäftigten auch seinen besonderen Schwerpunkt, die Reisemedizin, wieder stärker einzubringen. Und doch blieb sein Herz an der TU Berlin. „Als sich die Gelegenheit bot, hierher zurückzukehren und dabei alle zwischenzeitlich gewonnenen Erfahrungen in einem neuen Aufgabengebiet zur Entfaltung zu bringen, habe ich mich sofort beworben, zumal hier bereits mit vielen vorhandenen Tools beste Voraussetzungen für den Aufbau eines Gesundheitsmanagementsystems bestehen.“ Dazu gehörten auch die Stabsstelle SDU, die Sozialberatung, das Familienbüro, der Hochschulsport, die Schwerbehindertenbeauftrage, der Servicebereich Weiterbildung, der Personalrat und andere, die alle dafür sorgen wollten, die gesundheitsfördernden Aspekte der Arbeit zu stärken.

Lebensrettende Defibrillatoren

Die TU-Bauabteilung hat auf dem gesamten TU-Campus spezielle medizinische Geräte, sogenannte Defibrillatoren, installiert. Sie sollen ausgebildeten Laien und Ersthelfern für Erste-Hilfe-Maßnahmen zur Verfügung stehen. Ihre Anwendung, zusammen mit einer Herzdruckmassage und der Beatmung, kann bei Herzkammerflimmern lebensrettend sein. Die AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) analysieren bei Bewusstlosen automatisch die Ursache, stellen den gegebenenfalls notwendigen Elektroschock automatisch ein und geben über ein Display eine Handlungsanweisung. Zum Beispiel wird bei einer Asystolie, einem elektrischen und mechanischen Herzstillstand, keine Defibrillation durchgeführt.

Standorte der Defibrillatoren: In den Gebäuden MA und EW (Elektro-Einspeisestationen und Pförtnerlogen), W (zentraler Zugang), A (Eingangshalle), H, MAR, EN, PTZ, BIB (Pförtnerloge), SG 6 (EG), BH (Eingangsbereich), VWS (Schlosserei), C (gegenüber Hausmeisterbüro EG), TK (Eingangsbereich Elektroschaltwarte). Die Geräte werden jährlich durch eine Fachfirma gewartet. Fragen und Anregungen nehmen die Betriebsärzte Dr. Kerstin Ehrhardt und Dr. Reinhard Pels Leusden entgegen.

tui "TU intern" Juni 2014

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