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TU Berlin

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Lehre & Studium

Natürliche Neugier wecken

Montag, 16. Dezember 2013

Lehrprojekt mit Online-Plattform „Chemie im Alltag“ wird mit 50 000 Euro gefördert

Das Online-Projektlabor ist am Fachgebiet Physikalische Chemie/Bioenergetik von Thomas Friedrich angesiedelt
Lupe

„Wir möchten Studierende inspirieren, selbst Experimente zu entwickeln, Fragen an die Natur zu stellen und sich Gedanken darüber zu machen, wie man Antworten finden könnte“, erklärt Dr. Franz-Josef Schmitt. Er ist Wissenschaftler im Fachgebiet Physikalische Chemie/Bioenergetik.

Zusammen mit dem Leiter des Fachgebiets, Prof. Dr. Thomas Friedrich, hat er das Lehrprojekt „Chemie im Alltag – Wo begegnet Dir Chemie? – Ein offenes und studentisch organisiertes Online-Projektlabor“ entwickelt. Damit setzten sie sich als eine von 14 Einreichungen unter 157 Projektskizzen durch und erhielten im November eine sogenannte „Fellowship für Innovationen in der Hochschullehre“ in Höhe von 50 000 Euro von der Joachim Herz Stiftung, der Baden-Württemberg Stiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. „Wir führen natürlich schon lange Chemie-Praktika durch, in denen Studierende die Praxis von Synthese, Analyse und Messung erlernen. Doch sie lassen wenig Raum für eigene Ideen“, so Wissenschaftler Schmitt. „Dabei enthält die natürliche Neugier der Studienanfänger oft schon viel Forscherdrang. Dieses Potenzial wollen wir wecken!“ Insbesondere Studierende in der Eingangsphase des Chemie-Studiums sollen nun von dem Online-Projektlabor der TU Berlin profitieren. Allerdings nicht für die Schublade. Sie sollen ihre Erkenntnisse über Alltagsfragen wie „Wie funktionieren Waschmittel?“, „Wie viel Chemie steckt im Kleiderschrank?“ oder „Warum löst man Lachgas in Olivenöl?“ an die Nachfolgegeneration weitergeben, um das Projekt zu verstetigen. „Mit dem Geld werden wir insbesondere Geräte anschaffen und Tutoren finanzieren“, so Franz-Josef Schmitt. Vor allem wird eine Kameraausstattung und Schnitt-Software für die Herstellung von Videos gebraucht. Die Studierenden sollen so ihre Experimente in Wort und Bild möglichst allgemein verständlich dokumentieren und auf der Online-Plattform des Projekts für die nachfolgenden Studierenden veröffentlichen, wobei sie von den Tutoren unterstützt werden, ebenso wie bei technisch anspruchsvollen Versuchen. „Tutoren sind die Dreh- und Angelpunkte des Projekts, denn sie sollen die Schnittstellen zu den Forschungslaboren herstellen“, erklärt Professor Thomas Friedrich. Das „forschende Lernen“ soll insbesondere für die Anfangssemester die Studienmotivation erhöhen – und nicht nur das: „Wer einmal von diesem Projekt profitiert hat, ist auch optimal vorbereitet, später selbst als Tutor oder Tutorin tätig zu werden“, so Schmitt. Die Online-Plattform, die zum Sommersemester 2014 startet, wird so zu einer integrierten Lehr- und Lernplattform. „Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt die Zustimmung der Juroren gefunden hat“, meint Professor Thomas Friedrich. „Denn diese Veranstaltung wird außerdem die Vielfalt des Studienfachs mit seinen interdisziplinären Bezügen zu anderen Feldern vermitteln. Die Grenzen zwischen Hörsaal, Ausbildungs- und Forschungslabor werden abgebaut, und nicht nur Skripte, Film- und Tonaufzeichnungen, sondern auch die Begeisterung für das eigene Fach sollen an andere weitergegeben werden.“ Das Online-Projektlabor ist aus dem Studienreformprojekt „EducationZEN“ hervorgegangen und ergänzt die E-Learning-Angebote der Universität nach dem Prinzip des selbst bestimmten Lernens mit individualisierter Betreuung. Es wird zunächst als Wahlmodul im Bachelor-Studiengang Chemie angeboten, soll aber auf lange Sicht auch einem breiteren Publikum geöffnet werden, um so das Interesse an der Universität zu wecken.

Patricia Pätzold "TU intern" Dezember 2013

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