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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Ziele für die nächsten vier Jahre

Freitag, 17. Januar 2014

Die Mehrheit der politischen Listen im Akademischen Senat der TU Berlin und der neugewählte Präsident einigten sich auf gemeinsame Aufgaben

Das neue Präsidium möchte den bisher fast flächendeckenden Numerus clausus lockern und mehr Studiengänge zulassungsfrei anbieten
Lupe

Die Wahl des neuen Präsidenten war begleitet von einer intensiven Diskussion zwischen Prof. Dr. Christian Thomsen, Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend und elf von 14 politischen Listen des Akademischen Senats. Ziel war es, auch in kontrovers diskutierten Aspekten in der Hochschulpolitik vor der Präsidentschaftswahl zu einer Einigung oder zumindest einer inhaltlichen Annäherung zu gelangen und Arbeitsvorhaben für die nächsten vier Jahre festzulegen. Bis zum Wahltag wurde um die Formulierungen gerungen und auch in der Sitzung des Erweiterten Akademischen Senats am 8. Januar gab es noch Gesprächsbedarf. Die überwältigende Zustimmung für Christian Thomsen als Präsident und Christine Ahrend als 1. Vizepräsidentin unserer Universität zeigte dann mit aller Deutlichkeit, dass dieser Diskussionsprozess erfolgreich geführt worden war. Was aber sind nun die zentralen Punkte, die erfolgreich verhandelt wurden und ab April die Arbeit des zukünftigen Präsidiums – stets in enger Absprache mit den politischen Gremien unserer Universität – mitbestimmen werden?

Das neue Präsidium möchte den bisher fast flächendeckenden Numerus clausus lockern und mehr Studiengänge zulassungsfrei anbieten. Bedingung hierfür ist, dass sich die Qualität des Studiums nicht verringert. Vornehmlich Studiengänge ohne eine Vielzahl von Praktika und Laborübungen bieten sich hierfür an. In Kombination mit einer Überprüfung und Verbesserung des Zulassungsverfahrens, gegebenenfalls durch Beendigung der Zusammenarbeit mit „UniAssist“, sowie der Überarbeitung von Studien- und Prüfungsordnungen zur Reduktion der durch den Bologna-Prozess stark gestiegenen Prüfungslast für alle Studierenden soll die TU Berlin für mehr Studierende ein Ort des zeitgemäßen Wissenserwerbs sein.


Ausbau von Projektwerkstätten und bessere Ressourcenverteilung in der Lehre

Der Verbesserung der Lehre dienen auch der Erhalt beziehungsweise Ausbau des Konzepts der Projektwerkstätten, die Verbesserung der didaktischen Qualifikationen des Lehrpersonals und insbesondere die Weiterentwicklung des Verteilschlüssels der WM-Ressourcen zugunsten der Lehrleistung.
Diesem Ziel dient auch, die bisher überwiegend strukturelle Reform der Studiengänge im Rahmen des Bologna-Prozesses nun auch inhaltlich weiter auszugestalten und die universitäre Lehre an der TU Berlin auf ein neues Qualitätsniveau zu heben. Vor diesem Hintergrund haben für Lehre verantwortliche und engagierte Mitglieder der Universität im letzten Jahr das „Ziethener Manifest“ erarbeitet, das durch eine stärkere Einbeziehung von studentischen Vertreterinnen und Vertretern aus den Fakultäten auf eine breitere Basis gestellt werden soll.
In der Forschung haben sich die Fraktionen neben einer Fokussierung der internen Forschungsförderung als einen weiteren Schwerpunkt vorgenommen, die Integration von Stiftungsprofessuren und gemeinsamen Berufungen mit außeruniversitären Forschungsinstituten in die TU Berlin zu verbessern. Deshalb werden hierzu Kriterien und Standards entwickelt.


Situation der studentischen ­Arbeitsräume verbessern

Der wissenschaftliche Nachwuchs im Drittmittelbereich soll grundsätzlich durch eine Anpassung der Laufzeiten der Arbeitsverträge an die tatsächlichen Laufzeiten von Projekten beziehungsweise an definierte Projektabschnitte bessere Möglichkeiten erhalten, die angestrebte Promotion auch tatsächlich abzuschließen. Hierzu werden Mindestvertragslaufzeiten von drei Jahren angestrebt. Im Postdoc-Bereich soll zudem eine Konzeption zur Entwicklung von Förder- und Beschäftigungsperspektiven und zum Einwerben eigener Projekte sowie zu deren eigenverantwortlicher Durchführung erarbeitet werden. Die Spielräume bei der Anerkennung förderlicher Zeiten bei tarifvertraglichen Einstufungen werden in einer Arbeitsgruppe ausgelotet.

Die Bewirtschaftung der Flächen und Gebäude der TU Berlin soll einerseits den für eine technische Universität eigentlich selbstverständlichen nachhaltigen und schonenden Umgang mit unseren Ressourcen verbessern, andererseits steht die TU Berlin mit der Umsetzung der Flächenbudgetierung vor einer weiteren Herausforderung, die aber auch die Chance bietet, zum Beispiel die seit Jahren zu Recht beklagte Situation studentischer Arbeitsräume und -flächen auf dem Campus zu verbessern.

Verbindliches Konflikt­management und modernes Gesundheits­management

Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen aller Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen neben einem Konzept zur Personalentwicklung sowohl ein verbindliches Konfliktmanagement als auch ein modernes Gesundheitsmanagement eingeführt werden. Wichtig ist uns auch, in die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu vertrauen.

Die weitreichenden Auswirkungen der beiden Prozesse ERM (Enterprise Resource Management) und SLM (Student Life Cycle Management) zur Modernisierung der Verwaltungsvorgänge auf die Arbeitsabläufe an der TU Berlin wurden in den Gesprächen und Diskussionen nachdrücklich betont und auch ihre Bedeutung für die Stärkung der akademischen Selbstverwaltung hervorgehoben.

Das im letzten Jahr besonders kontrovers diskutierte Thema der Änderung der Grundordnung einschließlich einer Viertelparität im Erweiterten Akademischen Senat wird derzeit einer gerichtlichen Klärung zugeführt.

Die an den Diskussionen beteiligten Fraktionen, Listen und letztendlich Personen sehen aufgrund des Wahlausgangs zuversichtlich auf die Amtsperiode des nun gewählten Präsidenten Prof. Dr. Christian Thomsen und seines Präsidiums, in der wir gemeinsam dem Ziel der Vereinbarungen gerecht werden wollen: mehr aus der TU machen.

Günter Abel, Lars Oeverdieck– Liberale Mitte
Peter Hildebrandt, Hannelore Reiner – Reformfraktion


www.mehr-aus-der-tu-machen.de

www.tu-berlin.de/qualitaet/ag_ziethen/
ziethener_manifest

"TU intern" Januar 2014

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