direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Inhalt des Dokuments

Tipps & Termine

Auf der Suche nach den Wurzeln

Freitag, 16. Mai 2014

Lupe
Lupe

Zwölf Millionen Euro für Literatur und Kultur bis 2019

Mit dem Erscheinen seines 28. „Trajekte“-Heftes „Jerusalemer Straße, Berlin Mitte“ und einer begleitenden Ausstellung feiert das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) einen besonderen Erfolg: Das Zentrum, das von Prof. Dr. Sigrid Weigel geleitet wird, gleichzeitig Literaturprofessorin an der TU Berlin, beginnt damit seine nächste Förderphase. Nach der erfolgreichen Evaluierung hat das Bundesbildungsministerium (BMBF) die Projektförderung um weitere sechs Jahre verlängert. Von 2014 bis 2019 fördert der Bund das Forschungsprogramm zur „Europäischen Kultur- und Wissensgeschichte“ mit insgesamt 12,4 Millionen Euro. Das Programm umfasst insgesamt elf neue Projekte, in denen promovierte und habilitierte Fachwissenschaftlerinnen und –wissenschaftler arbeiten, sowie vier Promotionsstipendien. Auch das Land Berlin stellt aufgrund dieses Erfolgs Mittel zur Grundsicherung bereit.

„Trajekte 28“ nimmt seine eigene Umgebung in der Schützenstraße, Berlin-Mitte, ins Visier. Gleich um die Ecke beginnt die Jerusalemer Straße. Der assoziationsreiche Name gibt Rätsel auf. Mit diesen haben sich die Autorinnen und Autoren des kulturwissenschaftlichen Instituts beschäftigt und sind auf vielfache Weise fündig geworden. Architektur und Stadtplanung, Verlags- und Zeitungswesen, Musik, Mode und Ökonomie: Sie alle tragen zur Kulturgeschichte dieser Straße bei, deren mehrfach veränderter Verlauf ein topografisches Abbild der historischen Brüche vor allem des 20. Jahrhunderts zu sein scheint. Sie schreiten die Jerusalemer Straße ab, vom heutigen Axel-Springer-Hochhaus bis hinauf zum Hausvogteiplatz. Von der Jerusalemkirche aus dem 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart des Jahres 2014, die von der französischen Fotografin Amélie Losier ins Bild gesetzt wurde und deren Fotos auch in der Ausstellung gezeigt werden. Hier erweist sich die Jerusalemer Straße als vielfältiger Gedächtnisort. Ihr Name verweist auf einen der wichtigsten östlichen Ursprungsorte abendländischer Kultur, auf Orient und Okzident, auf Judentum, Christentum und Islam. Ihre Lage in zwei Berliner Bezirken machte die Straße aber auch zum Schauplatz einer anderen Ost-West-Unterscheidung: der Teilung in zwei deutsche Staaten, in zwei deutsche Städte. Das Heft, so kündigt das Zentrum an, ist gleichzeitig das letzte einsprachige. Zukünftig will die Forschungsstätte mit deutschen und englischen Artikeln auch ihrer eigenen fortschreitenden Internationalisierung Rechnung tragen.

Ausstellung und Begleitprogramm: Jerusalemer Straße, Berlin Mitte. Fotografien von Amélie Losier

Zeit: noch bis 24. Juni 2014, Mo–So, 12–24 Uhr

Ort: Restaurant & Craft-Stube „Das Meisterstück“, Hausvogteiplatz 3, 10117 Berlin

www.zfl-berlin.org

Patricia Pätzold "TU intern" Mai 2014

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.