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TU Berlin

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Forschung

Eine Frage bitte … Wie hat das MATHEON Ihre Karriere beeinflusst?

Freitag, 16. Mai 2014

Tatjana Stykel
Lupe
Caroline Lasser
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Michael Schmidt
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Volker Kaibel
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Peter Benner
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Prof. Dr. Tatjana Stykel:

Das MATHEON eröffnete mir die Möglichkeit, schon frühzeitig eigenständig zu forschen und zu lehren. Eine ideale Voraussetzung für eine akademische Karriere. Durch die Übernahme der Leitung einer Nachwuchsgruppe konnte ich vielfältige berufliche und persönliche Erfahrungen sammeln, die mir bei meiner heutigen Tätigkeit als Professorin an der Universität Augsburg und bei meinen aktuellen Aufgaben in Forschung und Lehre sehr zugutekommen. Ich habe viele interessante Menschen kennengelernt, die von der Mathematik begeistert sind und andere für Mathematik begeistern. Ein außergewöhnlich breites Forschungsspektrum, anspruchsvolle praxisrelevante mathematische Fragestellungen, innovative Ideen, enge Zusammenarbeit mit der Industrie sowie zahlreiche nationale und internationale Kontakte zeichnen das MATHEON aus und machen es für viele junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen attraktiv.

Prof. Dr. Caroline Lasser:

Ein Jahr nach meiner Promotion wurde ich im April 2005 als Nachwuchsgruppenleiterin Mitglied im MATHEON. Die Nachwuchsgruppe arbeitete an der mathematischen Methodenentwicklung zur Simulation molekularer Quantensysteme. Wichtig waren dabei die intensiven Kooperationen vor Ort, beispielsweise mit Kollegen des Zuse-Instituts und der theoretischen Chemie der FU Berlin. Für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hat das MATHEON viele Möglichkeiten geboten, die eigene Forschung selbstständig weiterzuentwickeln. Ein wunderbares Umfeld für „angewandte Mathematikerinnen und Mathematiker“. Dass ich 2008 einen Ruf auf eine Professur aus dem Frauenprogramm der FU Berlin bekommen habe, ist sicher vom MATHEON befördert worden, ebenso wie der Ruf auf eine unbefristete Professur an der TU München, wo ich seit April 2010 lehre und forsche.

Prof. Dr. Michael Schmidt:

Nach meiner Mathematik-Promotion an der TU Berlin war ich 2007/08 als Technologietransfer-Manager des MATHEON tätig. Danach habe ich fünf Jahre als Projekt- und Abteilungsleiter in der Industrie bei GE in der globalen Forschung zu erneuerbaren Energien gearbeitet, bevor ich 2013 eine Professur für Ingenieurmathematik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes antrat. Am MATHEON habe ich vor allem immer seine ureigenste Mission geschätzt: „Mathematik für Schlüsseltechnologien“: Herausforderungen aus der Welt der Industrie in die Welt der Mathematik zu abstrahieren, sie dort mit ihren mächtigsten Werkzeugen zu behandeln, um dann eine elegante und effiziente Lösung in die Industrie zurückzuliefern! Das bedarf eines intensiven Austauschs zwischen beiden Welten, von dem beide immens profitieren können und der auch viel Spaß und Spannung bringt. Das konnte ich in meiner Karriere immer wieder beobachten, und diese Erfahrung versuche ich nun auch meinen Studierenden zu vermitteln.

Prof. Dr. Volker Kaibel:

Mitglied des MATHEON war ich in den Jahren 2003 bis 2006. Zunächst als Nachwuchsgruppenleiter für Diskrete Optimierung, nachdem ich am ZIB die stellvertretende Leitung der Optimierungsabteilung übernommen hatte und dann weiterhin als Projektleiter tätig war. Schließlich nahm ich den Ruf auf eine W3-Professur für Mathematische Optimierung an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg an. Als Vertreter der wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habe ich im MATHEON-Vorstand große Bewunderung für die Professionalität und Effizienz in der Zusammenarbeit führender Mathematiker ganz unterschiedlichen Charakters entwickelt. Als „Scientist in Charge“ der „Application Area B“ hatte ich in der Vorbereitung des ersten Verlängerungsantrags die Gelegenheit, unmittelbare Erfahrungen mit der Konzeptionierung eines wissenschaftlichen Großprojekts zu machen. Inhaltlich bot das MATHEON eine faszinierende Möglichkeit, angewandte Mathematik in einem großen Zusammenhang zu erleben.

Prof. Dr. Peter Benner:

Nach meiner Habilitation an der Uni Bremen kam ich 2001 an die TU Berlin. Hier bekam ich das Angebot, als Teilantragsteller am Antrag für das MATHEON mitzuwirken. Ich erinnere mich an eine echte Aufbruchstimmung, die durch die völlig neuen Möglichkeiten für die Angewandte Mathematik in Berlin mit diesem Projekt erzeugt wurde. Es gab vielfältige Diskussionen über die innermathematischen Disziplingrenzen hinweg, die ich bis dahin in dieser Intensität nicht erlebt hatte. Mein Teilprojekt behandelte die numerische Simulation und Modellreduktion von hochdimensionalen Differenzialgleichungssystemen in der Schaltkreissimulation. Hierbei gab es einen klaren Bezug in die industrielle Forschung, zum Beispiel zum Halbleiterhersteller Infineon Technologies, später dann Qimonda. Diese Ausrichtung hatte für meinen Werdegang wesentliche Konsequenzen: Das Thema des Projekts begleitet meine Forschung bis heute und war Gegenstand zweier von mir geleiteter BMBF-Verbundprojekte, mehrerer Industrieprojekte sowie zweier EU-Projekte – das letzte davon, „nanoCOPS“, ist gerade angelaufen. Zudem war der Einstieg in die „Industriemathematik“ äußerst hilfreich bei meinem ersten Ruf auf eine C4-Professur „Mathematik in Industrie und Technik“ an der TU Chemnitz 2003. Die Modellreduktion blieb eines meiner Hauptforschungsgebiete, und diese Ausrichtung war auch mitentscheidend bei meiner Berufung als Max-Planck-Direktor. Der Kontakt zum MATHEON besteht immer noch und ich verfolge die Erfolgsgeschichte aus der Ferne mit großer Freude.

"TU intern" Mai 2014

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