direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Inhalt des Dokuments

Menschen

Wie kommt die Musik durchs Internet?

Freitag, 16. Mai 2014

Humboldt-Stipendiat und Mathematiker Bernhard Bodmann arbeitet an analogen und digitalen Signalen

Bernhard Bodmann
Lupe

Seit März dieses Jahres forscht Prof. Dr. Bernhard Bodmann von der University of Houston, Texas, USA, auf Einladung von Prof. Dr. Gitta Kutyniok als Humboldt-Forschungsstipendiat am Mathematischen Institut der Technischen Universität Berlin. Bernhard Bodmann gehört zu einer Gruppe hoch spezialisierter Mathematiker, die sich in der Welt zwischen Ingenieurwissenschaften und Angewandter Mathematik bewegen. Er selbst ist auf der mathematischen Seite dieses Grenzbereiches tätig und interessiert sich für die Fragestellungen, die auftauchen, wenn Informationen aus analogen Signalen herausgelesen oder digital übermittelt werden. Wie kann zum Beispiel Musik, als ein an sich hörbares Signal, vom Sender codiert, zum Zielort als digitale Information geschickt und ohne Informationsverlust wieder decodiert werden – oder verkürzt ausgedrückt: Wie kommt die Musik durchs Internet?

Zwischen analog und digital liegen Welten, die mathematisch noch längst nicht ausreichend erforscht sind. Es ist eben nicht nur Schuld der Technik, wenn es beispielsweise im Handy knackt und knistert. Eine schlechte Verbindung, die zu Datenverlust führt, ist häufig darauf zurückzuführen, dass die Art und Weise, wie Schall in Bits und Bytes umgesetzt wird, dem Signal nicht angemessen ist. Bernhard Bodmann beschäftigt sich damit, wie eine analogfreundliche Digitalisierung im Audio- und Videobereich präziser möglich gemacht wird. Darüber hinaus interessiert ihn die Interpretation von Signalen und Bildern im medizinischen Bereich. „Wenn es um das Leben eines Patienten geht, müssen wir die strikten Maßstäbe der Statistik an die Datenanalyse anwenden. Bilder in diesem Bereich zu interpretieren bedeutet letztlich das Testen einer Vielzahl von Hypothesen, wenn nötig Punkt für Punkt. Ein Schwerpunkt meiner Arbeiten ist deshalb, mathematische Exaktheit mit einer besseren Anwenderfreundlichkeit zu kombinieren“, sagt Bodmann.

Bernhard Bodmann und seine Gastgeberin Gitta Kutyniok kennen sich von Fachkonferenzen und Meetings. „Unsere Art, zu forschen, ähnelt sich insofern, als wir beide sowohl grundlagenorientierte Aspekte der Mathematik betrachten als auch Bereiche mit konkretem Anwendungscharakter abdecken. Professor Kutyniok arbeitet ebenfalls auf dem Gebiet der analog-digitalen Wandlung. Besonders interessieren mich ihre Arbeiten zu Shearlets, ich freue mich deshalb sehr auf unsere Zusammenarbeit“, so Bodmann.

Nicht nur die fachliche Seite ist dem Professor aus Houston wichtig. Er ist in Mainz aufgewachsen und genießt es, eine Zeit lang mit seiner Familie in Deutschland zu leben: „Meine kleine fünfjährige Tochter findet hier in Berlin einfach alles spannend. Toll finde ich, dass sie endlich mehr Gelegenheit findet, Deutsch zu hören und zu sprechen.“

Christiane Petersen "TU intern" Mai 2014

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.