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Millionenförderung für US-Nachrichtentechniker

Freitag, 16. Mai 2014

Mit Giuseppe Caire erhielt die TU Berlin eine zweite Alexander von Humboldt-Professur

Giuseppe Caire will Innovationen in der Telekommunikation möglichst rasch in die Praxis umsetzen
Lupe

„Es war eine sehr bewegende Erfahrung, als mir Bundesforschungsministerin Johanna Wanka und Humboldt-Präsident Helmut Schwarz die Hand schüttelten. Ich war angekommen“, erklärte Prof. Dr. Giuseppe Caire, nachdem der renommierte Nachrichtentechniker am 8. Mai 2014 in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom die Alexander von Humboldt-Professur verliehen bekommen hatte. Sie ist mit 3,5 Millionen Euro der höchstdotierte internationale Forschungspreis in Deutschland.

Der in Italien geborene Giuseppe Caire, der nach Stationen in den Niederlanden und Südfrankreich nun von einer Professur an der University of Southern California, Los Angeles, USA, kommt, ist weltweit einer der führenden Experten für Grundlagen der Nachrichtentechnik und der Informationstheorie. Er nahm bereits zum Sommersemester 2014 seine Arbeit an der TU Berlin und am Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI) auf. Besonders die fruchtbare Verbindung von Theorie und Praxis ist Giuseppe Caire wichtig. „Ich möchte ein möglichst starkes Band zum HHI knüpfen, das vielfältig mit der Industrie verzahnt ist. Denn wir entwickeln Innovationen in der Telekommunikation, die auf diese Weise möglichst rasch in die Anwendung umgesetzt werden sollen.“

Das Interesse ist gegenseitig: Am Festakt nahm, neben dem TU-Präsidenten Prof. Dr. Christian Thomsen, der die Laudatio hielt, auch Thomas Wiegand teil. Der TU-Professor, ein ausgewiesener Fachmann für Telekommunikationssysteme, insbesondere Bildkommunikation, leitet zusammen mit Prof. Dr. Martin Schell, gleichzeitig das HHI. Ein weiterer wichtiger Punkt für die zukünftige Ausgestaltung seiner Professur ist für Giuseppe Caire die Internationalisierung. Für seine wachsende Forschungsgruppe möchte er PhD-Kandidaten und auch Austauschstudierende oder Forschende im „Sabbatical“ aus aller Welt anwerben sowie mindestens eine Junior-Professur einrichten. Außerdem schwebt ihm ein Labor mit Demonstrationsanlage vor, die neue Entwicklungen für Interessierte auch sichtbar darstellen kann. „Hier werde ich eng mit dem Kollegen Adam Wolisz von der TU Berlin zusammenarbeiten, mit dem mich bereits seit einigen Jahren gemeinsame Forschungsarbeiten verbinden.“ Prof. Dr.-Ing. Adam Wolisz, Leiter des TU-Fachgebiets Telekommunikationsnetze, war auch maßgeblich an der Einwerbung der Humboldt-Professur für die TU Berlin in Person von Giuseppe Caire beteiligt.

„Wir sind sehr glücklich, dass es geklappt hat“, freut sich der Netz-Experte. „Mit Professor Caire haben wir einen Theoretiker gewonnen, der weltweit höchste Anerkennung genießt, aber gleichzeitig sehr realitätsnah arbeitet.“ Die theoretischen Grundlagen, die Caire erarbeite und die die moderne drahtlose Kommunikation bereits nachhaltig beeinflusst hätten, seien potenziell direkt auch in Produkte umsetzbar. Die Professur ist angesiedelt an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik, die im Jahr 2012 für ihre Forschungsprojekte 39,3 Millionen Euro Drittmittel einwarb. An der TU Berlin kann damit bereits die zweite Humboldt-Professur eingerichtet werden. Ende 2008 erhielt der Informatiker, Spezialist für Robotik und Künstliche Intelligenz Prof. Dr. Oliver Brock, die Auszeichnung.

www.humboldt-professur.de

Patricia Pätzold "TU intern" Mai 2014

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