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TU Berlin

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Lehre & Studium

Zweisprachig lernen zum Schutz der Ostsee

Freitag, 16. Mai 2014

Studierende aus sechs Universitäten erarbeiten gemeinsame Konzepte

Erfolgreiches bilinguales Pilotseminar in Russisch und Englisch zum Thema Wasserreinhaltung
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Exkursion zur Kläranlage Minsk
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Eutrophierung – zu viele Nährstoffe im Wasser, vor allem Phosphor und Nitrate – ist eines der Haupt-Umweltprobleme der Ostsee-Anrainerstaaten sowie der Ostsee selbst. Zwölf Partner aus Finnland, Deutschland, Weißrussland, Lettland, Litauen und Russland, darunter die TU Berlin, arbeiten seit 2011 in dem EU-Projekt PRESTO (Project on Reduction of Eutrophication of the Sea Today) daran, durch regen Austausch den Wissensstand zur Abwasserreinigung in Weißrussland zu erhöhen. Langfristig sollen die Nährstoffeinträge in die Gewässer verringert und damit ein besserer ökologischer Zustand der Flüsse Neman (Memel) und Daugava (Düna) sowie der Ostsee erreicht werden.

Zur Entfernung von Phosphor und Nitraten werden ergänzend vier Kläranlagen ertüchtigt. Insbesondere die Planungen wurden von der TU Berlin begleitet. Das Fachgebiet Siedlungswasserwirtschaft von Prof. Dr.-Ing. Matthias Barjenbruch war zudem für den Aufbau von technischer und administrativer Kompetenz zuständig. So wurden Betriebspersonal, Ingenieure und Behördenvertreter geschult sowie, gemeinsam mit weißrussischen Wissenschaftlern, neue Lehrelemente entwickelt. Im Dezember 2013 wurden die neuen Lehrelemente in einem bilingualen Pilot-Seminar in russischer und englischer Sprache in Minsk erstmalig getestet, bevor sie allen Partnern zur Verfügung gestellt werden. Unter den rund 60 Teilnehmern aus sechs Universitäten waren Studierende der Projektpartner Belarussische Nationale Technische Universität, Technische Universität Berlin, Staatliche Technische Universität Brest, Staatliche Universität Polozk, Belarussische Staatsuniversität Minsk und Belarussische Staatsuniversität für Verkehrswesen Gomel. Moderne Lehrelemente aus der Siedlungswasserwirtschaft wurden dabei verwendet, unter anderem Blended-Learning-Elemente wie Erklär-Videos und Online-Lernplattformen wie das an der TU Berlin eingesetzte ISIS/Moodle.

Vorträge aus den beteiligten Universitäten über den Einfluss von Nährstoffen auf Gewässer, über chemische und biologische Grundlagen, die Auslegung und Bemessung von Nährstoffeliminationstechnologien, den Betrieb und die Wartung sowie über Kosten vermittelten die nötigen theoretischen Grundlagen. Mit der Kläranlage Minsk konnten die Teilnehmer ein Beispiel für eine „Standard“-Kläranlage sowjetischer Bauart begutachten. Anhand der zur Verfügung gestellten Daten konnten die Studierenden Vorschläge für eine Umrüstung beziehungsweise Erweiterung erarbeiten. Positiver Nebenaspekt: Die freien Abende boten ausgiebig Gelegenheit zu interkultureller Kommunikation.

www.prestobalticsea.eu

tui "TU intern" Mai 2014

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