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TU Berlin

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Forschung

Dinoknochen aus dem Drucker

Freitag, 17. Januar 2014

Ben Jastram, stellvetretender Leiter des 3d-Labors, prüft das Druckergebnis aus Kunststoff
Lupe

Eine Bombenexplosion im Zweiten Weltkrieg hatte alles durcheinandergebracht: Fossilfunde aus Deutschland und Afrika lagern bis heute im Berliner Naturkundemuseum, ohne dass die Herkunft eindeutig geklärt ist. Die Freilegung und Präparation fossiler Knochen kostet viel Zeit, ganz abgesehen von der Gefahr, das wertvolle Material zu beschädigen. Die Arbeitsgruppe um Dr. Oliver Wings am Naturkundemuseum Berlin ging daher einen anderen Weg in dem Projekt, bei dem Forscher vom Museum für Naturkunde, von der Charité und der TU Berlin in diesem Projekt zusammengearbeitet haben. Zunächst war der im Gestein eingeschlossene Knochen an der Charité Berlin von Dr. Ahi Issever per Computertomografie exakt abgebildet worden. CT-Technik wird auch in der Paläontologie bereits seit Langem eingesetzt. Nach dem CT-Scan wurden die Daten von den TU-Mathematikern um Prof. Dr. Hartmut Schwandt weiterbearbeitet. Für die Umsetzung als 3D-Druck mussten sie am 3D-Labor der TU Berlin mit entsprechender Software aufbereitet werden. Die CT-Daten konnten nun genutzt werden, um mit dem „Selektiven Lasersinterer“ des 3D-Labors eine Kopie des Knochens aus Polyamid herzustellen, ohne die Versteinerung vorher aufwendig präparieren zu müssen. Diese Arbeit entstand im Rahmen des am Fachgebiet von Hartmut Schwandt angesiedelten Projekts „Rapid Manufacturing für Medizintechnik und andere Bereiche“, welches mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert wird.

Dank der Knochenkopie aus dem 3D-Drucker ist nun klar: Es handelt sich um das Fossil eines vor über 80 Jahren in Halberstadt geborgenen Wirbels eines Plateosaurus.

pp "TU intern" Januar 2014

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