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TU Berlin

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Internationales

Internationalisierung im Fokus

Freitag, 17. Januar 2014

Die TU Berlin baut ihre strategischen Partnerschaften aus, um den Austausch in Forschung und Lehre zu erleichtern. Im Dezember 2013 kamen drei neue hinzu

Lupe

Im vergangenen Jahr hat die TU Berlin ihre Internationalisierungsstrategie neu ausgerichtet und begonnen, mit ausgewählten europäischen Universitäten strategische Partnerschaften aufzubauen. Dadurch werden neue Schwerpunkte bei der internationalen Ausrichtung der TU Berlin gesetzt.

Die erste strategische Partnerschaft wurde mit der TU Warschau etabliert, mit welcher im Mai 2012 im Rahmen eines „Polnischen Tages“ an der TU Berlin feierlich der Vertrag unterzeichnet wurde. Einen Monat später folgte die NTNU Trondheim und im Dezember 2013 kamen das Politecnico di Milano, die Technische Universität Wien und die St. Petersburg State Polytechnical University als Partner hinzu.

Seit Jahren ist die TU Berlin mit den technischen Universitäten Wien, Trondheim und St. Petersburg über die Cooperation Platform of Central and East European Metropolitan Universities of Technology eng verbunden. Die Auswahl der Partner erfolgt nach beidseitigen inhaltlichen Schwerpunkten. Zukünftig sollen vier oder mehr Fakultäten in die enge Zusammenarbeit involviert werden, die mit allen Partnern bereits seit vielen Jahren besteht. Im Fokus aller Aktivitäten steht die Erleichterung der Mobilität für alle inneruniversitären Gruppen. Sowohl in der Forschung als auch in der Lehre sollen möglichst alle Bereiche beteiligt sein, vom Studierenden über Promovierende bis hin zum wissenschaftlichen Personal und zu Professorin und Professor. Auch das Management und die Verwaltung werden einbezogen, um Best-Practice-Erfahrungen auszutauschen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich Studium. Den Studierenden der TU Berlin wie denen der Partner erleichtern die strategischen Partnerschaften den Austausch. Künftig sollen sie ohne zusätzliche Auflagen und Prüfungen zwischen den Partneruniversitäten wechseln können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Aufbau von gemeinsamen Dual Degrees auf allen Graduiertenebenen. Den Auftakt bilden Master-Studiengänge „Technische Informatik“ und „Entrepreneurship and Innovation Management“ mit der NTNU Trondheim. Die Leitung der TU Berlin wird auch weiterhin dezentrale internationale Aktivitäten mit anderen ausländischen Universitäten begrüßen. Zentrale finanzielle Ressourcen werden allerdings prioritär für die strategischen Aktivitäten bereitgestellt.

Politecnico di Milano

Mit dem Politecnico di Milano gewinnt die TU Berlin sowohl in der Wissenschaft als auch in der Lehre einen attraktiven Partner hinzu. Es wurde 2011–2012 als beste ingenieurwissenschaftliche Universität Italiens eingeordnet. Mit seinem breiten Angebot an englischsprachigen Studiengängen bietet das PoliMi eine interessante Option für TUB-Studierende, die Interesse an einem Austauschsemester in Mailand haben. Ab dem kommenden akademischen Jahr werden sogar künftig alle Master-Studiengänge auf Englisch angeboten. ERASMUS-Abkommen bestehen bereits in den Fachgebieten Planungstheorie, Baukonstruktionen und Entwerfen, Luft- und Raumfahrt, Elektronik/Fernmeldetechnik und Maschinenbau.

Obwohl vielfältige Kooperationen zwischen beiden Universitäten bestehen, gab es bislang keinen Hochschulkooperationsvertrag. Um den Ausbau der Zusammenarbeit zu besprechen und gleichzeitig zu formalisieren, ist Anfang Dezember 2013 das Politecnico di Milano mit einer sechsköpfigen Delegation an die TU Berlin gereist. Rektor Giovanni Azzone, begleitet von zwei seiner Vizerektoren und drei weiteren Professoren, hat gemeinsam mit TU-Präsident Jörg Steinbach den Vertrag über eine strategische Partnerschaft unterzeichnet und bei Gesprächen in mehreren Fachgebieten neue Anknüpfungspunkte besprochen.

Zwischen beiden Universitäten laufen bereits intensive Zusammenarbeiten, unter anderem in den Fachgebieten Montagetechnik und Fabrikbetrieb, Prozess- und Verfahrenstechnik, Regelungssysteme, Luft- und Raumfahrt etc. Neu hinzukommen wird voraussichtlich das Institut für Stadt- und Regionalplanung, wo bereits intensive Planungen angelaufen sind. Beim Besuch wurden unter anderem Gespräche in den Fachgebieten Chemie und Mechanik geführt, um über zukünftige gemeinsame Projekte zu beraten. Auf großes Interesse stießen die Forschungsaktivitäten der TU Berlin zur Vorhersage von Erschütterungen. Diese können möglicherweise auf die Erdbebenforschung angewandt werden und stellen damit für die Erdbebenregion Italien ein besonders interessantes Forschungsgebiet dar.

Technische Universität Wien

Mit der TU Wien gewinnt die TU Berlin einen strategischen Partner, der sich im Herzen von Europa befindet. Die TU Wien ist mit 27 000 Studierenden und 3300 Wissenschaftlern die größte technische Universität Österreichs und passt mit ihren Schwerpunkten hervorragend zur TU Berlin.

So wie die TU Berlin Mitglied in der TU9 ist, so ist auch die TU Wien Mitglied in der „TU Austria“ – zwei Verbände, in welchen sich die führenden technischen Universitäten von Deutschland und Österreich zusammengeschlossen haben.

In der Forschung bestehen bereits intensive Kontakte im Bereich der Bioverfahrenstechnik, Mechanik, Physik und vielen weiteren Fachgebieten. Im Fachgebiet Architektur wird derzeit gemeinsam mit der TU Wien an einem ERASMUS-Mundus-Projekt gearbeitet.

Es besteht bereits ERASMUS-Austausch in den Fachgebieten Chemie, Verfahrenstechnik, Mathematik und Landschaftsplanung. Studierende erwartet in Wien nicht nur ein breites Studienangebot. Neben dem Studium kommt auch das kulturelle Angebot nicht zu kurz, da sich die TU Wien mitten im kulturellen Zentrum der Stadt befindet – unweit der Oper, von Museen und zahlreichen historischen Plätzen.

Mit der TU Wien findet nicht nur Austausch in Wissenschaft und Lehre statt. Auch das Management wird in die Partnerschaft mit einbezogen. Auf der Ebene der Universitätsleitung hat es im November 2012 bereits ein ganztägiges Treffen zwischen beiden Präsidien gegeben. Präsident und Rektor sowie die Vizepräsidenten und -rektoren tauschten sich zu ihren jeweiligen Ressorts Forschung, Lehre und Studium, Personal und Gender sowie Finanzen aus.

Warsaw University of Technology

Die Warsaw University of Technology gehört zu den führenden technischen Universitäten Polens und ist seit 1986 vertraglich mit der TU Berlin verbunden. Mit ihren 36 000 Studierenden ist sie eine der größten technischen Universitäten in Mitteleuropa und deckt mit insgesamt 19 Fakultäten nahezu alle Felder in Wissenschaft und Technik ab.

Im Mai 2012 wurde die seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit einem Vertrag über eine strategische Partnerschaft erweitert. Die bisherigen Kooperationen erstrecken sich von Mechatronik und Mechanik, Stadt- und Regionalplanung, Prozesswissenschaften bis hin zu Mathematik und Transport. Neu hinzukommen werden voraussichtlich Materialwissenschaften und Entrepreneurship. Auch in der E-Mobility gibt es weit fortgeschrittene Ansätze, zumal die beiden Universitäten, die „eMO Berlin Agency for Electromobility“ und der „Warsaw E-Mobil Cluster“ im Dezember 2013 einen Vertrag zur Förderung der E-Mobility abgeschlossen haben. Dadurch sollen der Austausch von Best-Practice-Erfahrungen sowie die gemeinsame Vorbereitung und Durchführung von europäischen oder binationalen Projekten zur E-Mobility gefördert werden.

Um auch Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden stärker in die Zusammenarbeit einzubeziehen, begann am 5. April 2013 an der TU Warschau eine gemeinsame Ringvorlesung „Deutsch-Polnischer Forschungsdialog“, die ab dem 15. Mai in der TU Berlin fortgesetzt wurde. Professorinnen und Professoren beider Seiten berichteten in öffentlichen Vorlesungen über ihre aktuellen Forschungsvorhaben. Dieser Forschungsdialog bot die Gelegenheit, sich kennenzulernen und gemeinsame Forschungsinteressen zu entdecken. Erste Blockkurse und Studierendenaustausche sind dadurch bereits zustande gekommen. Aufgrund dieser schnellen und fruchtbaren Ergebnisse wird der Forschungsdialog 2014 fortgesetzt und weitere Fachgebiete werden integriert.

NTNU Trondheim

Die NTNU Trondheim ist die zentrale Forschungs- und Ausbildungsinstitution für Technologie in Norwegen. Sie verfügt über eine sehr gute Infrastruktur für Forschung, Lehre und Studium, über mehr als 100 Labore mit erstklassiger Ausstattung sowie herausragende Forschungszentren. Damit ist die NTNU Trondheim gleichermaßen für Studierende wie auch für Wissenschaftler sehr attraktiv.

Zwischen beiden Universitäten bestehen vielfältige Kontakte. Insbesondere wird derzeit an der Intensivierung der Kooperationen in den drei Schwerpunktbereichen Energie, Information and Communication Technologies und Entrepreneurship gearbeitet. In den Bereichen findet bereits sowohl in der Forschung als auch in der Lehre ein intensiver Austausch statt. Insbesondere der Austausch von Studierenden, die ihre Master-Arbeit an der Partnerhochschule schreiben, und von PhD-Studierenden ist bereits gut etabliert.

Im Bereich Energie fand im Dezember 2013 ein Energie-Dialog statt. Bei diesem Treffen in Berlin kamen vier Professoren der NTNU und sechs Professoren der TU Berlin aus verschiedenen Fachgebieten zum Thema Energie zusammen, um den Ausbau des Schwerpunktbereiches zu besprechen.

Zudem werden voraussichtlich zum Wintersemester 2014/15 mit der NTNU Trondheim in den Studiengängen „Technische Informatik“ und „Innovationsmanagement und Entrepreneurship“ zwei neue Dual-Degree-Master-Programme begonnen. Die Studierenden erhalten sowohl von der TU Berlin als auch von der NTNU Trondheim einen Abschluss.

Eine weitere Form der Zusammenarbeit bilden die sogenannten „Adjunct Professorships“, bei denen TUB-Professoren als Teilzeit-Professor an der NTNU angestellt werden und beispielsweise mehrere Male pro Jahr für ein paar Wochen in Trondheim Blockvorlesungen halten und Studierende bei ihren Abschlussarbeiten betreuen. Die erste Adjunct Professorship an der NTNU Trondheim wird im Fachgebiet Mathematik im Januar 2014 angetreten.

St. Petersburg State Polytechnical University

Die St. Petersburg State Polytechnical University gehört zu den besten technischen Universitäten Russlands. Im Jahre 2013 wurde in Russland analog zur deutschen Exzellenzinitiative neun Universitäten der Status Forschungsuniversität verliehen; die StPTU ist eine davon. Seit 2007 existiert ein allgemeiner Hochschulvertrag. Im Dezember 2013 kam Rektor Andrej Rudskoi an die TU Berlin, um die neue strategische Partnerschaft zu formalisieren. Es bestehen bereits langjährige Beziehungen, insbesondere in der Physik und im Maschinenbau. In diesen und weiteren Fachgebieten sehen beide Universitätspräsidenten gute Möglichkeiten, die Kooperationen weiter zu vertiefen.

Im Bereich der Mechanik bestehen langjährige Kontakte zwischen Berliner und St. Petersburger Kollegen. Derzeit wird ein gemeinsamer DFG-Antrag vorbereitet, welcher die Forschungsinteressen beider Parteien perfekt zusammenführt. Neu hinzugekommen ist im Sommer 2013 der Bereich Mikroelektronik. Insbesondere sind hier die Professoren interessiert, die Zusammenarbeit durch den Austausch von Doktoranden zu intensivieren. Für St. Petersburg ist dabei besonders das „Joint Lab Silicon Photonics“ interessant, welches zwischen der TU Berlin und dem IHP-Leibniz-Institut gegründet wurde.

Auch für die Studierenden der TU Berlin bietet die St. Petersburger Partneruniversität eine interessante Option für einen Auslandsaufenthalt. In St. Petersburg erwartet die Studierenden ein breites Studienangebot von Bachelor- und Master-Studiengängen. Um nur für einige Wochen Russland zu erschnuppern, bieten sich viele Summer und Winter Schools an.

Martina Orth, Referat für Außenbeziehungen "TU intern" Januar 2014

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