direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Inhalt des Dokuments

Lehre & Studium

Eine Frage bitte …: Bezahlbarer Wohnraum für alle – was bringen Proteste?

Freitag, 17. Januar 2014

Bezahlbare Wohnungen werden in Berlin und in anderen Großstädten immer knapper. Mit den bundesweiten Aktionstagen des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) gegen Wohnraumknappheit haben Studierende im November 2013 unter anderem für die gesicherte Bereitstellung von bezahlbaren Wohnungen, den Neubau von zusätzlichen 25 000 Wohnheimplätzen, für die Schaffung eines Bund-Länder-Programms zur ausreichenden Wohnungsversorgung und die Erhöhung der finanziellen Förderung der Studierendenwerke durch Bund und Länder protestiert. Werden die Aktionstage etwas bewirken? „TU intern“ befragte TU-Studierende auf dem Campus nach ihrer Situation.

Ole, 23, Maschinenbau
Die Mieten werden hauptsächlich von Vermietern festgesetzt, deshalb glaube ich nicht, dass Studierenden-Demonstrationen gegen zu hohe Mieten etwas daran verändern werden. Zu viele Menschen ziehen nach Berlin und es gibt immer noch Mieter, die diese hohen Preise bezahlen können. Es ist überlegenswert, eine Wohnung außerhalb von Berlin zu suchen. Ich wohne in einer WG in Neukölln und zahle 380 Euro im Monat warm.

Maximilian, 21, Wirtschaftsingenieurwesen
Initiativen wie die „Aktionstage gegen Wohnraumknappheit“ des AStA finde ich sehr sinnvoll, auch wenn ich meine Zweifel habe, dass sie viel bewirken werden. Viele Studierende möchten zwar lieber in normalen Mietwohnungen leben, ich denke aber, dass man sich als Gemeinschaft für den Bau neuer Studierendenwohnheime einsetzen sollte. Ich selbst wohne in einer Ein-Zimmer-Wohnung in Lichtenberg und zahle 400 Euro monatlich.

Christine, 26, Maschinenbau
Ich habe von den Aktionstagen des AStA gehört, habe aber selbst nicht teilgenommen. Ich finde es wichtig, dass etwas gegen die Wohnraumknappheit getan wird – denn in Berlin und auch in anderen Großstädten ist die Situation für Studierende sehr ungünstig. Es müssten mehr bezahlbare Wohnungen geschaffen werden. Vielleicht könnten diese staatlich gefördert werden; zumindest sollten Grenzen festgelegt werden, damit die Mieten nicht weiter steigen. Ich habe eine Wohnung für 250 Euro in einem Studierendenwohnheim ergattert.

Lisa, 19, Lebensmitteltechnologie
Ob solche Aktionen Ergebnisse hervorbringen werden, hängt davon ab, wie viele junge Menschen sich daran beteiligen. Berlin wird immer populärer, und was populär ist, kostet entsprechend. Ich denke, dass die Demonstrationen etwas verändern und zum Bau von mehr Studierendenwohnheimen führen werden. Die Frage ist nur, wann. Für das Zimmer, das ich in einem Wohnheim anmiete, zahle ich 206 Euro.

Wojtek, 24, Betriebswirtschaftslehre
Ich wohne zwar nur vorübergehend als Austauschstudent in Berlin, höre aber oft von viel zu hohen Mietpreisen für Studierende. Einige werden von ihren Eltern finanziell unterstützt, andere nehmen Kredite auf, um ihr Studium zu finanzieren. Aktionen wie die des AStA machen auf das Problem der zu hohen Mieten und der Wohnraumknappheit aufmerksam. Ich zahle für mein Zimmer in einem Studentenwohnheim 205 Euro im Monat – das finde ich in Ordnung.

Anna-Lisa, 25, Arbeitslehre und Ethik
Je mehr Studierende an solchen Aktionen teilnehmen, desto mehr wird das Problem publik, auch in den Medien. Man sollte definitiv mehr Studentenwohnheime einrichten und mehr staatlichen Wohnraum zur Verfügung stellen, was die Privatisierung stoppen würde. Ich wohne alleine in Schöneberg in der Wohnung einer Verwandten und zahle eine günstige Miete – 335 Euro warm.

Barbara, 26, Energie- und Verfahrenstechnik
Ich halte solche Aktionen für sehr wichtig, denn je mehr die Öffentlichkeit aufmerksam wird, desto mehr kann sich ändern. Der Bau neuer Wohnheime und Wohnbeihilfen für Studierende wären sicherlich notwendig, um die Situation zu verbessern. Ich wohne in einer WG in Prenzlauer Berg und bezahle 450 Euro – das ist schon ziemlich teuer.

Agnieszka Asemota "TU intern" Januar 2014

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe

Diese Seite verwendet Matomo für anonymisierte Webanalysen. Mehr Informationen und Opt-Out-Möglichkeiten unter Datenschutz.