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TU Berlin

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Alumni

Mit Elektrostrom in die Kurven

Mittwoch, 16. April 2014

TU-Alumnus Raimar Bardon hat ein Geschäftsmodell zur urbanen Mobilität entwickelt

Raimar Bardon demonstriert die Wendigkeit des „E-Bikeboard” auf dem Vorplatz der TU Berlin
Lupe

Wenn Raimar Bardon mit seinem elektrischen Dreirad im Stehen durch die Straßen saust und sich dann auch noch elegant in die Kurve legt, fällt er im Straßenverkehr sofort auf. Ständig wird er von Passanten und Fahrradfahrern auf sein Fahrzeug angesprochen, denn man fragt sich tatsächlich, was das für ein Fahrzeug ist – sieht es doch einem Motorroller, Cityroller oder Fahrrad ähnlich, wird aber gleichzeitig ganz anders gefahren, nämlich im Stehen. Man erkundigt sich nach der Höchstgeschwindigkeit (45 Kilometer pro Stunde), nach der Reichweite des Elektromotors (bis zu 70 Kilometer) und vor allem danach, wo und wie man es erwerben kann.

Auch Raimar Bardon ist aus Neugier zu seinem vielversprechenden Geschäftsmodell gekommen. An einem verregneten Sonntagmorgen im letzten Jahr kam ihm ein sonderbares elektrisches Dreirad entgegen, und da er es nicht eilig hatte, sprach er den Fahrer an und erkundigte sich nach den Einzelheiten des Gefährts.

Als ehemaliger TU-Student des Wirtschaftsingenieurwesens mit Schwerpunkt Elektrotechnik sah Raimar Bardon sofort das Potenzial, das dieser neue Fahrzeugtyp besaß. Er suchte deshalb nach einem ähnlichen Modell und fand es bei einem Schweizer Erfinder, der für sommerliche Pistenabfahrten ein sportliches Gefährt mit drei gut gepolsterten Reifen entwickelt hatte. Entsprechend seiner Nutzung war das Fahrzeug hervorragend gefedert, stabil gebaut und gleichzeitig zu einem kleinen kompakten Paket faltbar, um es leicht die Berghänge hinauftransportieren zu können. Eine neue Geschäftsidee war geboren! Bardon konnte einen deutschen Investor überzeugen, der die Herstellung des Gefährts in einer neu gegründeten Firma übernahm. Eine Straßenzulassung für den europäischen Raum gibt es inzwischen. Im Auftrag der neu gegründeten Firma übernimmt Raimar Bardon die Marktanalyse, Kundenakquise und Öffentlichkeitsarbeit für sein Baby, das ,E-Bikeboard‘. In der Sommersaison 2014 wird das Fahrzeug erstmals für geführte Stadttouren an städtische Touristenunternehmen, Hotels und Flottenunternehmen vermietet. „Das E-Bikeboard ist ein ganz neues Mobilitätsangebot. Eigentlich ist es sogar eine neue Fahrzeugklasse, denn es ist viel mehr als ein Roller mit elektrischem Antrieb oder ein Fahrrad. Das ,E-Bikeboard‘ ist stabiler, flexibler und sicherer als ein Fahrrad, vor allem durch die drei Räder. Man kann es zusammenfalten und problemlos in der U-Bahn oder im Auto transportieren. Es passt sogar in einen Smart. Man kann es mit bis zu 150 Kilo beladen, bei Regen mit einem Dach versehen und an einer ganz gewöhnlichen Steckdose wieder aufladen. Aber, ganz ehrlich, mir macht das Fahren im Stehen einfach großen Spaß. Man hat eine hervorragende Übersicht und kann sich mit dieser Neigetechnik beim Fahren wunderbar in die Kurve legen“, sagt Raimar Bardon.

Seine Familie stammt von Siebenbürgener Sachsen in Rumänien ab. Als deutscher Muttersprachler ging er wie seine Geschwister auf ein deutsches Gymnasium in Hermannstadt. Als er 18 Jahre alt war, verließ die Familie das Rumänien Ceau´cescus und fand im damaligen Westdeutschland bei Frankfurt ein neues Zuhause. Drei Jahr später begann Raimar Bardon sein Studium an der TU Berlin. „Das Studium des Wirtschaftsingenieurwesens dieser Uni ist eine gute Grundlage für meine heutige Tätigkeit. Ich bin in der Lage, die technische Verbesserung des ,E-Bikeboards‘ zu überwachen und die Koordination des Projektes zu übernehmen. Ich bin hundertprozentig überzeugt, dass unser neues Fahrzeug auf dem innerstädtischen Tourismusmarkt angenommen wird.“

www.e-bikeboard.com

Christiane Petersen "TU intern" April 2014

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