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Forschung

Big-Data-Zentren sollen Datenflut beherrschen

Mittwoch, 16. April 2014

Kompetenzzentrum unter Federführung der TU Berlin ging im März an den Start

Volker Markl wird künftig eines der beiden deutschen Big-Data-Zentren leiten
Lupe

Die Datenmenge, die die gesamte Menschheit bis zum Jahr 2003 angesammelt hat, fiel bereits zehn Jahre später alle 48 Stunden an, hatte die FAZ zum Thema „Big Data“ kürzlich recherchiert. Um dieser unvorstellbaren Datenmenge Herr zu werden, will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Forschung im Bereich „Big Data“ und IT-Sicherheit in Deutschland neu aufstellen, und richtete im März zwei Kompetenzzentren ein, die mit insgesamt zehn Millionen Euro unterstützt werden. Eines davon wird das Berlin Big Data Center (BBDC) sein, das unter Federführung der TU Berlin steht.

„Die Technologien, die bis heute existieren, können nicht mit der immensen Datenmenge, der hohen Rate, mit der Daten generiert oder analysiert werden, umgehen“, erklärt Prof. Dr. Volker Markl die Herausforderungen, vor denen die Gesellschaft und insbesondere die Forschung steht. Er ist Leiter des TU-Fachgebiets Datenbanksysteme und Informationsmanagement (DIMA) und Sprecher des BBDC. Gleichzeitig, so Volker Markl, würden die Analysen der Datenströme durch die Methoden des maschinellen Lernens, der Sprach- und Signalverarbeitung sowie der Statistik immer komplexer.

Kompetente Partnerschaften

Um insbesondere die Forschung zu IT-Sicherheit inklusive rechtlicher, gesellschaftlicher und sozialer Fragen möglichst breit aufzustellen, sind weitere Fachgebiete der TU Berlin beteiligt: „Maschinelles Lernen und Datenanalyse“ (Prof. Dr. Klaus-Robert Müller, gleichzeitig stellvertretender Sprecher), „Komplexe und Verteilte IT-Systeme“ (Prof. Dr. Odej Kao), „Internet Network Architectures“ (Prof. Anja Feldmann, Ph.D.) sowie „Bildkommunikation“ (Prof. Dr. Thomas Wiegand). Zu dem Konsortium gehören auch universitäre und außeruniversitäre Einrichtungen sowie assoziierte Partner.

Führende Stellung ausbauen

Im Berlin Big Data Center (BBDC) sollen, nach dem Projektstart im Oktober 2014, hochinnovative Technologien zur Organisation riesiger Datenmengen entwickelt werden, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Sie sollen unter anderem die Kosten der Datenanalyse senken, den Personenkreis, der diese Analysen durchführen kann, drastisch vergrößern und die führende Stellung Deutschlands in Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen. Beispielhaft stehen dabei die wirtschaftlich, wissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Anwendungsbereiche Materialforschung, Medizin sowie Informationsmarktplätze im Fokus. „Geplant ist die Bereitstellung eines Open-Source-Systems und von Diensten zur Datenanalyse sowie zum Technologietransfer. Damit wird das Zentrum die Ausbildung, Forschung, Entwicklung, Innovation und kommerzielle Nutzung von Big Data Analytics in Deutschland fördern und so deutschen Firmen einen Wettbewerbsvorteil sichern“, erklärt Volker Markl.

Das zweite Kompetenzzentrum – zu beiden gab Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, den Startschuss im März auf der CeBIT in Hannover – ist das Competence Center for Scalable Data Services and Solutions (ScaDS), das an der TU Dresden angesiedelt ist.

tui "TU intern" April 2014

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