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TU-Mathematik leuchtet in Berkeley

Mittwoch, 16. April 2014

Peter Bürgisser führt an der amerikanischen Universität ein internationales Forschungsprogramm durch

Der Mathematiker wurde 2012 an die TU Berlin berufen
Lupe

„In der Mathematik wurde im Jahr 2000 eine Reihe von besonders fundamentalen offenen Problemen zu Milleniums-Problemen erklärt“, erinnert Prof. Dr. Peter Bürgisser vom Institut für Mathematik, der das Fachgebiet Algebra/Zahlentheorie vertritt. „Darunter befindet sich das ,P-NP-Problem‘, eine Frage aus der Komplexitätstheorie, welches der berühmte Mathematiker Steve Smale ein ,Geschenk der Informatik an die Mathematik‘ genannt hat. In den letzten Jahren wurde immer deutlicher, dass diese Fragestellung der diskreten Mathematik erstaunlicherweise in engem Zusammenhang mit algebraischen und geometrischen Fragen steht.

Um die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Mathematik und Informatik zu forcieren, hat die 1994 in New York von dem amerikanischen Milliardärs-Ehepaar Jim und Marilyn Simons gegründete Simons Foundation mit einer Kapitalspende von 60 Millionen US-Dollar ein Institut ins Leben gerufen, um international hochrangige Mathematiker und Informatiker zusammenzubringen, die sich solchen Herausforderungen stellen: das „Simons Institute for the Theory of Computing“, das nach einem internationalen Wettbewerb nun an der University of California in Berkeley/USA angesiedelt ist. Es führt langfristige Programme mit Tagungen, Konferenzen, Seminaren und der Ausschreibung von Fellowships durch, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Zu den Long-Term-Visitors, die für die einzelnen Programme verantwortlich zeichnen, gehört Peter Bürgisser. Er ist Vorsitzender des Programms „Algorithms and Complexity in Algebraic Geometry“, welches, ausgestattet mit 500 000 Dollar, von August bis Dezember 2014 in Berk-

eley durchgeführt wird. Neben der durch das P-NP- Problem inspirierten geometrischen Komplexitätstheorie befasst sich das Programm mit quantitativen und algorithmischen Fragen der algebraischen Geometrie. „Die Aktivitäten auf diesem Gebiet sind in letzter Zeit explodiert. Es haben sich vielfältige Fragestellungen aufgetan, seit Informatiker, Physiker, Ingenieure und Vertreter der Angewandten Mathematik erkannt haben, welches Anwendungspotenzial der modernen algebraischen Geometrie innewohnt“, sagt Peter Bürgisser. Und: „Über diese Herausforderung, die sich mir stellt, bin ich sehr glücklich. Meine Tätigkeit dort wird mich zwar einige Zeit vollständig absorbieren, doch sie wird auch mit für die internationale Sichtbarkeit der TU Berlin als Leuchtturm der Mathematik sorgen.“

http://simons.berkeley.edu

Patricia Pätzold "TU intern" April 2014

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