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TU Berlin

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Lehre & Studium

Die Erschaffung des neuen Menschen

Mittwoch, 16. April 2014

Ringvorlesung zwischen Philosophie und Naturwissenschaft fragt nach den Grenzen des Bio-Designs

Lupe

Wie wird der Mensch zum Menschen? Wer macht den Menschen, wer schafft das Ideal vom Menschen und wo liegt dabei die Grenze zwischen der legitimen und erwünschten Förderung menschlicher Potenziale und der Manipulation der menschlichen Natur? Eine Ringvorlesung besonderer Art, angesiedelt zwischen Philosophie, Bio- und Medizinethik sowie Ethik des technischen Fortschritts, erwartet Interessierte im kommenden Semester.

Zusammen mit Stipendiatinnen und Stipendiaten des Evangelischen Studienwerks Villigst e. V. hat der verantwortliche Organisator, TU-Professor für Bioanorganische Chemie Andreas Grohmann, dazu Redner und Rednerinnen eingeladen, auf deren Wort die deutsche Öffentlichkeit hört: Unter anderem wird der TU-Philosoph Professor Hans Poser zur Eröffnung über den „Homo Creator“ sprechen, der mit Technik den Menschen kreiert, der Archäologe und Anthropologe Dr. Constantin Rauer weist auf die Masken des Menschbildes vom Löwenmenschen bis zur Mickey Mouse hin, der Psychologe und Psychiater Professor Manfred Spitzer, der zuletzt mit seiner Warnung vor der „digitalen Demenz“ die Bestsellerlisten erklomm, wird über die Risiken und Nebenwirkungen moderner Medien referieren, und nicht zuletzt wird der berühmte Molekularbiologe und frühere DDR-Regimekritiker Professor Jens Reich aus medizinethischer Sicht darüber sprechen, welche Folgen es haben könnte, wenn alle medizinischen und technischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, den Menschen nach seinem eigenen neuen Selbstbild zu designen. Sie alle und weitere durch einschlägige Forschungen hervorgetretene Denkerinnen und Denker kreisen in ihren Vorträgen um Naturwissenschaft, Technik und Medizin, die sich heute mehr denn je im „Menschenmachen“ versuchen, Schönheit von Alter und Vererbung abkoppeln, Krankheiten bereits bei Embryonen erkennen und behandeln und damit durch ihre Innovationen die Möglichkeit der Verwirklichung des neuen Menschen bis hin zu seiner Unsterblichkeit zu eröffnen scheinen.

Die Vorlesung, die das den Menschen (heute) Prägende aus verschiedenen Blickwinkeln zu erkunden versucht, ist offen für Studierende aller Berliner Universitäten sowie für die interessierte Öffentlichkeit. TU-Studierende können im freien Wahlbereich Leistungspunkte erwerben.

Nähere Infos zu Programm und Vortragenden finden Sie im Internet. Die Veranstaltung beginnt am 29 April 2014, 18–20 Uhr, Hörsaal C 130 (Altes Chemiegebäude).

www.menschenbildner.net

Patricia Pätzold "TU intern" April 2014

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