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TU Berlin

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Hochschulpolitik

Das neue Präsidium im Porträt: Immer in Bewegung, physisch und mental

Mittwoch, 16. April 2014

„Yes, we can“ – ein Leitspruch, dem Angela Ittel viel abgewinnen kann

Lupe

Bewegung ist ein zentrales Thema in dem Leben von Angela Ittel, Professorin für pädagogische Psychologie an der TU Berlin und seit dem 1. April neue Vizepräsidentin dieser Hochschule, das zeigt sich schon an ihrer lebhaften Gestik und Mimik. „Ohne Sport kann ich gar nicht – das gibt mir die nötige Energie.“ Nicht zuletzt deshalb fängt ihr Tag in der Regel mit einem Zehn-Kilometer-Lauf an. „Ich brauche einfach Bewegung – physischer und mentaler Art.“ Für sie ganz logisch dazu passt das Bekenntnis: „Ich bin unheimlich gern an der TU Berlin – weil man hier so viel bewegen kann. Ja, die TU Berlin erinnert viele eher an einen Tanker als an ein wendiges Rennboot“, nimmt sie den logischen Einwand gleich vorweg, „aber wenn man sich hier engagiert, findet man fast immer auch Gleichgesinnte und Möglichkeiten. Sätze wie ,Nein, das geht nicht‘ motivieren mich eben eher, als dass sie mich abschrecken.“

Klingt das ein bisschen amerikanisch? Kein Wunder, elf Jahre in Amerika gelebt und gearbeitet zu haben, prägt eben. „Yes, we can – so platt der Spruch auch ist, ich kann ihm meist etwas abgewinnen“, lacht Angela Ittel, die unmittelbar nach ihrem Abitur auf einem humanistischen Gymnasium als Au-pair nach Amerika ging. „Da bin ich dann erst mal geblieben, eher aus privaten Gründen, als dass ich unbedingt in Amerika studieren wollte.“ 1991 schloss sie an der Florida International University mit einem Bachelor of Arts in Psychologie ab. „Ursprünglich wollte ich therapeutisch arbeiten, aber in Deutschland bot sich mir kaum eine Möglichkeit, auf dem Bachelor aufbauend weiter zu studieren.“ In den USA erhielt sie dagegen die Chance, gleich in einen Promotionsstudiengang einzusteigen, ohne vorher einen Master zu machen. „Das habe ich natürlich angenommen – und den Master-Abschluss dann trotzdem parallel gemacht“, so Angela Ittel.

Nach der langen Zeit in den USA weiß sie, was es heißt, irgendwo in der Fremde anzukommen – aber sie weiß auch um die Grenzen: „Ich habe sehr gerne dort gelebt und habe auch immer noch viele berufliche und private Kontakte. Trotzdem wurde mir nach der Promotion klar: Wenn ich irgendwann mal in Deutschland beruflich Fuß fassen will, muss ich zurück.“ Gleichzeitig mit einer amerikanischen Kollegin trat sie eine Postdoc-Stelle in Deutschland an – und hat sich selten so fremd gefühlt. „Meine amerikanische Kollegin bekam Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei der Eröffnung eines Bankkontos oder der Anmeldung bei der Sozialversicherung. Ich – verständlicherweise – nicht. Ich war ja deutsch, hatte aber noch nie selbstständig in Deutschland gelebt!“ Eine Erfahrung, die ihr bei der zukünftigen Arbeit als Vizepräsidentin der TU Berlin, zuständig unter anderem für Internationales, sehr zugutekommen dürfte.

Nach dem kurzen wissenschaftlichen Zwischenstopp in Jena ging sie zur Habilitation an die FU Berlin, und Berlin ist sie dann auch treu geblieben. „Gerade gestern bin ich durch eine extrem hässliche Straße in Berlin gegangen und habe mich wieder gefragt – warum bin ich eigentlich so gern hier?“, wundert sich die gebürtige Kölnerin. „Schon als 14-jähriges Mädchen bin ich während der Karnevalszeit regelmäßig aus Köln geflohen und hierhergefahren, weil ich so fasziniert war von der Stadt. Ich liebe es einfach, lange Strecken zu laufen und die Stadt zu erkunden. Früher habe ich das oft gemacht“, erzählt die Mutter zweier Söhne.

Internationalität lebt sie auch in der Familie weiter, ihr Mann ist Österreicher, ihr jüngster, adoptierter Sohn Amerikaner. Familienfreundlichkeit hat sich das neue Präsidium unter anderem auf die Fahne geschrieben – für Angela Ittel ist das zwar eine Selbstverständlichkeit, aber sie weiß auch um die Arbeitsbelastung, die der neue Job mit sich bringen wird. „Darüber haben wir natürlich im Familienkreis gesprochen, aber ich habe schon immer sehr engagiert gearbeitet, und meine Familie unterstützt mich und meinen Beruf voll und ganz. Das wird schon gehen …“

Katharina Jung "TU intern" April 2014

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