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TU Berlin

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Forschung

Einmal neu, dreimal verlängert

Freitag, 17. Juni 2016

DFG fördert zwei Graduiertenkollegs und zwei Sonderforschungsbereiche

Ein Buddy-Bär mit 60 „diskret“ berechneten Scheitelpunkten, dargestellt auf einer flächigen Abbildung
Lupe

Bei der jüngsten Förderrunde der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) fiel die Bilanz für die TU Berlin äußerst positiv aus: Die DFG bewilligte ein neues und verlängerte ein bereits bestehendes Graduiertenkolleg sowie einen Sonderforschungsbereich und einen Sonderforschungsbereich/ Transregio. Bei allen vier Einrichtungen ist die TU Berlin Sprecherhochschule.

Das Graduiertenkolleg „Identität und Erbe“ gehört zu den 18 neuen Kollegs, die die DFG in den nächsten viereinhalb Jahren fördern wird. Es wird gemeinsam mit der BHU Weimar durchgeführt, Sprecherin ist Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper vom Fachgebiet Denkmalpflege. Im Zentrum steht der Zusammenhang zwischen der Aneignung – oder gegebenenfalls Zurückweisung – von Kulturerbe und dem Bedarf nach identitärer Festigung von Gemeinwesen. Die Gegenstände können Bauwerke, Landschaften, historische Orte und andere kulturelle Überlieferungen sein. Es gilt, kritisch zu durchleuchten, wer warum in Gemeinschaft mit wem ein Denkmal/Kulturerbe dauerhaft oder vorübergehend als identitäre Stütze für sich oder die Gemeinschaft beansprucht. „Identität gilt uns nicht als festgestellte Eigenart etwa einer Nation oder Gruppe, sondern als stets labile und wandelbare Konstruktion“, so Gabi Dolff-Bonekämper. Die Fördersumme beträgt 3,2 Millionen Euro.

Außerdem wurde das Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute: Die reflexive Herstellung des Neuen“ verlängert, das von Prof. Dr. Arnold Windeler vom Fachgebiet Organisationssoziologie geleitet und mit vier Millionen Euro für weitere viereinhalb Jahre finanziert wird. Wie bringen Innovationsgesellschaften heute ihre Wandlungsprozesse reflexiv als Innovationen hervor? So lautet die zentrale Frage. Denn Innovation wird heute zu einer treibenden Kraft der Gesellschaft. Sie beschränkt sich nicht mehr nur auf die gängigen Bereiche von Erneuerung, wie Wissenschaft, Industrie und Kunst. Untersucht wird, was es heißt, dass Innovationen heute zunehmend an verschiedenen Orten und unter Beteiligung verschiedener Akteure in Handlungsfeldern produziert und reproduziert werden, die sich um spezielle Themen wie Elektromobilität herum bilden.

Um vier Jahre verlängert wurde der SFB 1029 „TurbIn – Signifikante Wirkungsgradsteigerung durch gezielte, interagierende Verbrennungs- und Strömungsinstationaritäten in Gasturbinen“, dessen Sprecher Prof. Dr. Rudibert King, Fachgebiet Mess- und Regelungstechnik, ist. In Gasturbinen werden momentan Gesamtwirkungsgrade von etwa 40 Prozent erreicht. Bleibt man beim heutigen Verbrennungsprinzip, sind Verbesserungen eng begrenzt. „Eines der zentralen Ziele ist daher, diese Grenzen aufzubrechen. Wir wollen den Wirkungsgrad um mehr als zehn Prozentpunkte steigern durch Beherrschung und Ausnutzung der Kombination innovativer, instationärer Verbrennungskonzepte und instationärer Maschinencharakteristika“, sagt Rudibert King. Die Fördersumme beträgt 9,2 Millionen Euro.

Ebenfalls verlängert wurde der SFB/ Transregio 109 „Diskretisierung in Geometrie und Dynamik“, geleitet von Prof. Dr. Alexander Bobenko, Fachgebiet Geometrie und mathematische Physik. Der SFB beschäftigt sich mit diskreten Modellen in Differentialgeometrie und mathematischer Physik, und deren Anwendung zum Beispiel in der Computergrafik. Es wird über Flächen aus Dreiecken und Vierecken sowie über Prozesse mit diskreter Zeit geforscht. Die Idee ist, eine strukturerhaltende Diskretisierung zu finden, sodass es fast keinen Unterschied zu entsprechenden glatten Flächen oder dynamischen Prozessen mit kontinuierlicher Zeit gibt. Eine Anwendung ist die Zerlegung eines geschwungenen Glasdachs in ebene Vierecke, aus denen das Dach tatsächlich gebaut werden kann. Gefördert wird der SFB/TRR 109 mit sieben Millionen Euro.

Der Film „The Discrete Charme of Geometry“ (http://discretization.de/en/news/2015/08/21/discrete-charm-geometry/) über die Arbeit des SFB läuft im Kino und wird am 19. Juli 2016 im Rahmen des European Congress of Mathematics im Audimax der TU Berlin gezeigt.

Sybille Nitsche "TU intern" Juni 2016

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