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TU Berlin

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Lehre & Studium

Der Klassenraum in „Second Life“

Freitag, 17. Juni 2016

Online-Rollenspiele für Lehramtsstudierende

Konferenzen, Elterngespräche und vieles mehr können Lehramtsstudierende im „Second Life“ üben
Lupe

„Online-Rollenspiele sind eine Erfolg versprechende Methode, um handlungsorientierte Fähigkeiten in der Hochschullehre zu fördern. In der virtuellen Umgebung können typische Handlungsszenarien realistisch simuliert werden“, sagt Jana Kunze, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Pädagogische Psychologie bei Prof. Dr. Angela Ittel. Jana Kunze hat ein Studienreformprojekt konzipiert, das E-Szenarien für Online-Rollenspiele in virtueller Umgebung entwickelt und implementiert. Diese werden in der Lehrkräfteausbildung eingesetzt und fördern die innovative Weiterentwicklung der Lehre.

In den Online-Rollenspielen können Studierende unter anderem ihre kommunikativen Fertigkeiten mittels eines Avatars interaktiv erproben und reflektieren, während sie zum Beispiel Gespräche mit Schülerinnen und Schülern oder Eltern simulieren. Diese Form der Lehre in einer virtuellen Umgebung hat bereits Eingang in das Seminar „Gesprächsführung und Beratung“ für Lehramtsstudierende im Master of Education sowie für Master-Studierende des Studiengangs Bildungswissenschaft gefunden. Dort setzen sich die Studierenden mit Theorien der Gesprächsführung und Beratung sowie deren praktischer Umsetzung auseinander. Die Online-Lehre wird seit dem Wintersemester 2014/15 in den virtuellen Welten „Second Life“ und „LibertasU“ erprobt und von Präsenzveranstaltungen begleitet. „Für das Online-Rollenspiel treffen sich vier bis fünf Personen, inklusive Beobachtenden, in einem Raum, der für die Durchführung des jeweiligen Szenarios angemessen ist“, erläutert Jana Kunze. Die Gesprächsszenarien seien im Vorfeld auf der Basis aktueller Literatur sowie anhand von Praxiserfahrungen der Studierenden gemeinsam entwickelt worden. Bei der Auswertung gäben sowohl die Beteiligten als auch die Beobachtenden ihre Eindrücke wieder und erhielten Hinweise durch die Dozentinnen.

„Die Rückmeldungen der Studierenden sind überwiegend positiv“, so Jana Kunze. „Die Hemmungen, sich am Online-Rollenspiel zu beteiligen, fallen wesentlich geringer aus als im Real-Life-Rollenspiel im Seminarraum. Die Studierenden finden es auch vorteilhaft, sich im Spiel vor allem auf den verbalen Ausdruck konzentrieren zu können und anschließend ein Feedback zu bekommen. Daneben wird auch die zeitliche Effizienz dieser Form der Lehre und der Übung positiv wahrgenommen.“ Lediglich das Fehlen von Körpersprache, Mimik und Gestik fehle, kritisierten die Studierenden. Daher würden mittlerweile Online- und Präsenzrollenspiele im Wechsel durchgeführt. Und auch bei den Lehrenden fällt das Urteil positiv aus. Jana Kunze: „Die virtuelle Umgebung eignet sich neben dem Training kommunikativer und sozialer Kompetenzen auch dafür, Studierende in Kleingruppen ortsunabhängig zu betreuen oder Gruppenarbeiten durchzuführen. Daneben sind virtuelle Exkursionen oder Lerntandems mit Studierenden an Partneruniversitäten im Ausland denkbar. Im ,Second Life‘ fühlen sich die Teilnehmenden durch die Präsenz mittels Avatar in der Umgebung eingebunden und zugehörig, anders als bei anderen Videokonferenzsystemen.“ Mittlerweile gibt es einige Anfragen aus dem In- und Ausland, das Konzept in die Lehre – auch über die Grenzen der Lehrkräftebildung hinaus – zu integrieren. Jana Kunze ist gern bereit, Interessenten beim Einsatz von virtuellen Lernumgebungen zu beraten und zu unterstützen.

www.tu-berlin.de/?id=155922

pp/tui "TU intern" Juni 2016

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