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TU Berlin

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Lehre & Studium

Die Zukunft des Einzelhandels

Freitag, 17. Juni 2016

Im „Reallabor Innenstadt“ entwickeln Studierende der Stadt- und Regionalplanung Szenarien für eine veränderte Welt durch den Internethandel

Auch der Lebensmitteleinzelhandel setzt heute neben stationärem Verkauf auf Online-Vertrieb
Lupe

„Aufgrund des technologischen Fortschritts und der zunehmenden Digitalisierung scheint das derzeitige Tempo der Veränderungen im Handel jedoch erheblich rasanter und nahezu unkalkulierbar. Die gewachsenen Möglichkeiten haben ein sehr heterogenes Konsumverhalten bei den Käufern herausgebildet“, analysierte das Wissensnetzwerk Stadt und Handel und rief Studierende auf, Zukunftsszenarien für den Einzelhandel zu entwickeln. An dem Studienprojekt „Reallabor :: Innenstadt + Smart Retail“ beteiligten sich mehr als 130 Studierende der Studiengänge Architektur, Städtebau, Stadtplanung, Raumplanung und Betriebswirtschaftslehre. An acht Hochschulen – neben der TU Berlin auch an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, der BTU Cottbus-Senftenberg, der TU Dresden, der HTW Dresden, der TU Kaiserslautern, der Universität Leipzig sowie der Hochschule Lübeck gingen die Studierenden über das Sommersemester in unterschiedlichen Studienprojekten dem Phänomen des Smart Retail, also des E-Commerce im Internet, auf den Grund. An der TU Berlin sind die Studierenden des Masters Stadt- und Regionalplanung sowie des Masters Urban Design beteiligt, unter der Leitung von Prof. Dr. Angela Million und Laura Calbet e Elias vom Institut für Stadt- und Regionalplanung, Fachgebiet Städtebau und Siedlungswesen. Unter anderem werden folgende Fragen untersucht:

  • Welche Chancen sind mit der Entwicklung zum Smart Retail für die Innenstadt als urbanen und attraktiven Ort verbunden?
  • Wie können sich Innenstädte in diesem Wettbewerb positionieren? Spielt der Service eine wichtige Rolle?
  • Welche Bedeutung hat der öffentliche Raum als Bindeglied zwischen Handel und städtischem Leben?

„Wenn Konsumenten anders einkaufen, zum Beispiel nicht mehr unterscheiden, ob sie im Geschäft oder im Internet-Shop einkaufen – der sogenannte ,No-Line-Commerce‘ –, wird sich unsere gebaute Einzelhandelslandschaft in den Städten und auch am Stadtrand verändern“, erklärt Angela Million. Der Einzelhandel richte sich ein und fahre „Omni-Channel-Strategien“. Die Händler nutzen dabei mehrere Kanäle, um die Waren zu vermarkten. Sie betreiben zum Beispiel einen eigenen Internet-Shop neben dem stationären Laden, nutzen aber auch gleichzeitig eBay, Amazon oder vergleichbare Plattformen. „Das hat zur Folge, dass wir gegebenenfalls den Straßenraum umdenken müssen, genauso wie Gebäude“, so Angela Million. „Vielleicht werden Briefkästen größer, LKWs kleiner, Lastenfahrräder wieder modern, in Einkaufszonen und Innenstädten könnte es wieder mehr Wohnen geben, weil weniger Ladenfläche benötigt wird …“ Die Studierenden fokussierten sich vor allem auf den Lebensmitteleinzelhandel, den Einkauf von Lebensmitteln online und damit verbundene Lieferdienste und darauf, welche räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten der Stadtraum hier bieten könnte. Die Studierenden präsentieren ihre Ergebnisse am 14. 7. 2016, 14–16 Uhr, im Atelier des Fachgebiets und am Freitag, 22. 7. 2016 im Raum EB 224 (Erweiterungsbau der TU Berlin).

http://urbandesign.staedtebau.tu-berlin.de

http://wissensnetzwerk-stadt-handel.de

Patricia Pätzold

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