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TU Berlin

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Lehre & Studium

Obdach für Oldtimer, Galerie oder Gründer-Garage

Freitag, 22. April 2016

Studierende entwickelten in einem Lehrforschungsprojekt neue Ideen für die Kant-Garagen

Wie können die Kant-Garagen denkmalgerecht saniert und gewinnbringend genutzt werden?
Lupe

Architekturstudierende, die gern ins Blaue hinein entwerfen oder ein Faible für Ideen haben, deren Existenz über den grünen Tisch nicht hinauskommt, werden in den Lehrveranstaltungen von Kristin Wellner kaum glücklich werden. Wer es aber mag, seine Ideen an der Praxis zu messen, der kommt bei der Professorin für Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft voll auf seine Kosten. Ihre Lehre will so wissenschaftlich und praxisnah wie nur irgendwie möglich sein. Dafür hat sie in ihrem Lehrangebot den Schwerpunkt „Immobilienökonomie/ Projektentwicklung“ entworfen. Er beinhaltet unter anderem ein Lehrforschungsprojekt und wissenschaftliche Vertiefung.

Ein Beispiel für diese wissenschaftliche und praxisnahe Lehre ist das erst kürzlich abgeschlossene Lehrforschungsprojekt „Kant-Garagen“. Die Master-Studierenden der Architektur hatten die Aufgabe, für die extrem sanierungsbedürftigen Kant-Garagen eine Machbarkeitsstudie zu erstellen, die die Rechnung nicht ohne die hochkomplexe Realität dieses Baus macht. Und diese Realität besteht unter anderem darin, dass die Garagen seit Jahrzehnten dahinrotten, weil der Denkmalschutz eine profitable Nutzung unmöglich mache, so eine Argumentation. Der Abriss stand deshalb auch schon auf dem Plan, wurde jedoch mit harschem Protest quittiert, weil die Garagen nun einmal ein „Schlüsselbau der europäischen Mobilitätsgeschichte“ seien. Die Studierenden standen also vor der Herausforderung – wie jeder Projektentwickler –, all diese Faktoren zu berücksichtigen und vorzurechnen, wie eine denkmalgerechte Sanierung und danach eine gewinnbringende Nutzung möglich sind. Drei Ideen liegen nun vor, die die Studierenden im Februar 2016 dem Denkmalamt und dem Regionalmanagement City West in Anwesenheit des neuen Eigentümers präsentierten. Ein Vorschlag sieht die Nutzung als „Gründer-Garage“ für Start-ups mit einem Restaurant vor, ein anderer die als Garage für Oldtimer mit einem angeschlossenen Service für Elektromobilität, und der dritte präferiert eine Mischnutzung aus Auktionshaus für Oldtimer, Kunstgalerie und Restaurant. Die Zukunft wird zeigen, wie nah an der Realität die studentischen Ideen sind. Vielleicht wird eine ja sogar umgesetzt. An dem Lehrforschungsprojekt beteiligt waren auch Prof. Stefanie Bürkle, Fachgebiet Bildende Kunst, die die künstlerische Bauaufnahme als Vertiefung lehrte, und Prof. Dr. Otto, Leiter des Fachgebietes Bau-, Planungs- und Umweltrecht, der das Baurecht begleitete.

Sybille Nitsche "TU intern" April 2016

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