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Beuthners Werk

Donnerstag, 18. Februar 2016

Wir sind TU Berlin: Ehrung 2015

Der Elektriker Thomas Beuthner sorgt täglich für den richtigen Stromfluss an der Uni und lässt sie auch noch in schönem Licht dastehen

Thomas Beuthner
Lupe

Spätestens nach dem Besuch der Queen 2015 führte kein Weg mehr daran vorbei, Thomas Beuthner für die Auszeichnung „Wir sind TU Berlin“ vorzuschlagen. Nicht nur, dass er bis in den späten Abend des 18. Juni 2015 hinein die Scheinwerfer immer wieder neu justierte, bis das riesige Banner mit dem Konterfei Ihrer Majestät perfekt angestrahlt war und ja kein Schatten auf sie fiel – auch die Beleuchtung der anderen Veranstaltungsorte während des Besuchs der englischen Königin wie des Audimax, des Lichthofs und des Foyers ging auf seine Ideen zurück. Für die Fernsehleute war er immer ansprechbar, um die Kabelanschlüsse zu den Ü-Wagen mit den hohen Sicherheitsstandards trotzdem irgendwie in Einklang zu bringen. Und wann immer Stromfragen zu klären waren – kein Gespräch fand ohne Thomas Beuthner statt.

Dass ein solcher Staatsbesuch eine Universität in einen Ausnahmezustand versetzt, ist unvermeidbar. Wenn man dann aber einen Kollegen an seiner Seite hat, dem kein Anliegen zu viel ist, der absolut verlässlich arbeitet und auch noch gut gelaunt ist, bedeutet dies, eine Menge Probleme weniger zu haben, heißt es aus dem Organisationsteam. Mehr als ein Dutzend Unterschriften standen auf der Vorschlagsliste.

Doch sein Einsatz während der Vorbereitung des Queen-Besuchs war eben keine Ausnahme. Auf den Elektriker aus dem Team Fachtechnik ist auch bei allen anderen Veranstaltungen an der Uni Verlass. Sei es der Erstsemestertag, die Lange Nacht der Wissenschaften, das Sommerfest oder der Neujahrsempfang – Thomas Beuthner denkt sich immer etwas aus, wie er mit Licht eine besondere Atmosphäre zaubern kann. Übrigens: Dass die Nike im Lichthof nicht mehr so kalkweiß herumsteht, sondern von einem zarten blauen Licht umhüllt ist, ist Beuthners Werk.

Lichtkonzepte für Veranstaltungen an der Uni sind die Kür, den Löwenanteil seiner Arbeit jedoch bestimmen Wartungen und Instandsetzungen. „Dafür zu sorgen, dass die Stromversorgung klappt, Lampen leuchten, Steckdosen unter Strom sind, die Hörsaal-Elektrik funktioniert – also nichts Geringeres zu tun, als den Uni-Betrieb mit am Laufen zu halten –, ist mir genauso wichtig“, sagt der 50-Jährige.

Als wir ihn an diesem Tag treffen, um ihn bei seiner Arbeit zu begleiten, da hat er bereits einen größeren, nicht so schönen Einsatz im Lichthof hinter sich. Ein Scheinwerfer war gestohlen worden, und Beuthner musste sich überlegen, wie er sie noch diebstahlsicherer montieren kann. Dann stehen noch ein größerer Umbau im Gebäude für Bergbau und Hüttenwesen an und viele Reparaturen. Sein Ziel: Innerhalb von 14 Tagen sollte ein Auftrag erledigt sein. Länger soll niemand warten müssen.

Thomas Beuthner hat sich auch bereit erklärt, Lehrlinge auszubilden. Sein Anspruch ist, sie zum Mitdenken anzuhalten. Ein Arbeiten nach Schema F sollen sie sich entweder gar nicht erst angewöhnen oder wieder abgewöhnen. Und seine Art scheint anzukommen. Azubi Nick Palisch schätzt an ihm seine ruhigen Erklärungen und die bestimmt vorgetragenen Anweisungen. Außerdem sei er locker.

Neben seiner Leidenschaft fürs Bowlen interessiert sich Thomas Beuthner seit einiger Zeit für Light Painting. Durch die Bewegung von Lichtquellen, die mit einer langen Belichtungszeit fotografiert werden, entstehen Effekte, die ihn faszinieren.

Sybille Nitsche

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