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Alles Zucker

Dienstag, 08. Dezember 2015

Das Deutsche Technikmuseum öffnet eine neue Ausstellung rund um das häufigste Biomolekül

Zuckerhut, Zuckerraffinerie Rositz, um 1888. „Ungeblaut“ bedeutet, dass kein Ultramarinblau zur optischen Aufhellung benutzt wurde
Lupe

Zucker ist mehr als ein Stoff zum Süßen von Kaffee oder Tee. Er bildet die Grundlage irdischen Lebens, ist gespeicherte Sonnenenergie und das häufigste Biomolekül. Zum Beispiel enthalten alle Pflanzen Zucker in Form von Zellulose. Berlin ist eng mit der Zuckerforschung verknüpft. 2004 bereits beging das Berliner Zuckerinstitut sein 100. Jubiläum. Heute ist es im TU-Fachgebiet Lebensmittelverfahrenstechnik angesiedelt. Am Zuckerinstitut gab es auch das Zucker-Museum, das im Gebäude an der Amrumer Straße im Wedding untergebracht war und bis 2012 vor allem auch dem Fachpublikum zugänglich war. Seit 1995 gehört das Zucker-Museum bereits zur Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin. Dort eröffnete nun am 26. November 2015 die neue Dauerausstellung „Alles Zucker! Nahrung – Werkstoff – Energie“. Sie markiert den Umzug des Zucker-Museums in das Haupthaus des Deutschen Technikmuseums in Berlin Kreuzberg und damit einen neuen Anfang.

Zucker sind die häufigsten Biomoleküle auf dieser Welt, ohne die es kein Leben gäbe. In der belebten Natur spielen Zucker eine zentrale Rolle. Zucker sind gespeicherte Sonnenenergie. Alle Pflanzen bestehen aus dem polymeren Zucker Zellulose und speichern Energie hauptsächlich in Form von Stärke. Insekten und Krebstiere verdanken die Formstabilität ihrer Außenskelette dem Zuckermolekül Chitin. Zucker sind die Grundlage vieler spezieller Funktionen auch im menschlichen Körper. Seit jeher dienen Zucker dem Menschen als Nahrung und er nutzt sie als Werkstoff und zur Energiegewinnung. Der Informationsgehalt von Zuckerverbindungen eröffnet neue Wege in der Medizin.

Neben den klassischen Aspekten des ehemaligen Zucker-Museums (1904 bis 2012 in Berlin-Wedding), das sich der Produktion, Verwendung und Sozialgeschichte von Rohr- und Rübenzucker widmete, soll das Thema Zucker in der jetzt eröffneten 800 Quadratmeter großen Ausstellung aus vielen neuen Blickwinkeln beleuchtet werden.

Die neue Abteilung im Deutschen Technikmuseum wird auch technische und wissenschaftliche Fragen zu benachbarten Bereichen aufgreifen.


Buchtipp

Nach seinen Werken „Zucker-Museum im Umbruch“ (2012) und „Zucker-Museum im Exil“ (2013) hat der frühere Leiter des ZuckerMuseums, TU-Professor a. D. Hubert Olbrich, nun mit „Zucker-Museum im Aufbruch“ noch einmal einen Blick auf die aktuelle Situation geworfen. Er will darin Vergangenheit, aber auch Aufbruch und Neubeginn beleuchten und quasi einen geistigen Kompass durch die Vielfalt und Vielschichtigkeit des weiten Raums der zuckerhistorischen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte erschließen und kommentiert damit die anstehenden Wiedereröffnung des Zucker-Museums im Technikmuseum.

Olbrich, Hubert: Zucker-Museum im Aufbruch, Universitätsverlag TU Berlin 2015, ISBN 978-3-00-049325-6 (Print), 15,– Euro

Patricia Pätzold

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