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TU Berlin

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Lehre & Studium

Grüne Energie von den Dächern

Freitag, 12. Dezember 2014

Studierendenprojekt „Solar Powers“ entwickelt Fotovoltaikpläne für die Universität

Bis zu 28 780 Quadratmeter Dachfläche auf verschiedenen TU-Gebäuden könnten für Fotovoltaik genutzt werden
Lupe [1]

„Wir bringen regenerative Energien an die TU Berlin.“ Unter diesem Motto arbeiten im Projekt „Solar Powers“ Studierende verschiedener Fachrichtungen an der Idee, einen Teil des Energieverbrauchs der TU Berlin durch den Einbezug von Fotovoltaikanlagen zu decken.

Das studentische und interdisziplinäre Projekt findet im Rahmen des am Fachgebiet für Maschinen- und Energieanlagentechnik angesiedelten „Energieseminars“ statt, das vor mittlerweile 30 Jahren als Alternative zu traditionellen Lehrveranstaltungen in dem Bereich gegründet wurde. Nachdem im vergangenen Sommersemester eine Machtbarkeitsstudie zu den Nutzungspotenzialen erneuerbarer Energie an der TU Berlin mit Fokus auf Fotovoltaik von den Studierenden erarbeitet wurde, beschäftigt sich das Projekt im aktuellen Semester mit der konkreten Umsetzung einer Fotovoltaikanlage. Diese soll zunächst als Pilotprojekt in Betrieb genommen werden und im Idealfall zu einem weiteren Engagement der Universität im Bereich der regenerativen Energien führen. In Arbeitsgruppen kümmern sich 20 Studierende eigenständig um die technische Planung und Anlagenauslegung, die Finanzierung, um rechtliche Fragen und um Öffentlichkeitsarbeit. Begleitet werden sie dabei von Anna Willers und Christoph Schmidt, die als Tutorin und Tutor das „Energieseminar“ betreuen.

Unterstützung erhält das Projekt von höchster Stelle. „TU-Präsident Prof. Dr. Thomsen fördert unser Vorhaben und hat uns eine Dachfläche auf dem Campus, auf der die Anlage aufgestellt werden kann, sowie personelle Unterstützung zugesagt“, erzählt Christoph Schmidt. Ausgehend davon, dass es an der TU Berlin viele Gebäude mit ungenutzten Dachflächen gibt und gleichzeitig ein hoher Energiebedarf besteht, zeigten die Studierenden in der Machbarkeitsstudie auf, wie ein Teil des Energiebedarfs der Universität durch Fotovoltaik als umweltfreundliche Art der Stromerzeugung gedeckt werden kann. Dazu wurden 16 geeignete Gebäude auf dem Campus Charlottenburg betrachtet. Die Studie ergab, dass sich daraus eine zu nutzende Fläche von 28 780 Quadratmetern ergibt, auf der sich durch den Einsatz von Fotovoltaik eine jährliche Stromproduktion von bis zu 3344 Megawattstunden erzielen ließe. Mit dieser Energie könnte die TU Berlin rund sechs Prozent ihres jährlichen Stromverbrauchs decken. Zudem konzipierten die Studierenden beispielhaft eine Anlage, die in der Lage ist, mit einer maximalen Leistung von 23,23 Kilowattstunden einen Jahresertrag von 34,5 Megawattstunden zu erzielen. Eine Fotovoltaikvorrichtung, die in etwa diesem Leistungsspektrum entspricht, wird nun im Laufe des Semesters entwickelt.

Als Betriebskonzept haben sich die Studierenden ein innovatives Modell überlegt. Es soll ein gemeinnütziger Verein gegründet werden, der als Betreiber der Anlage fungiert und die Eigentumsrechte daran besitzt. Die Dachfläche zur Aufstellung der Anlage wird von der TU Berlin zur Verfügung gestellt und der erzeugte Strom wird an die Universität veräußert. Daraus entstehende Umsätze werden zur Deckung der laufenden Kosten für Versicherung und Wartung eingesetzt. „Die erwirtschafteten überschüssigen Gelder sollen dann anderen Bildungsprojekten an der Universität zugutekommen, die sich im Themenbereich Umweltschutz, Nachhaltigkeit und Energiepolitik engagieren“, erklärt Schmidt. Finanziert werden soll die Anlage durch Sponsorengelder und Spenden. Vor allem anderen Studierenden der TU Berlin soll dadurch ermöglicht werden, bereits durch kleine Spendenbeiträge die Entwicklung hin zu einer ökologischen Energiegewinnung an der Universität mitzugestalten.

www.energieseminar.de/solar-powers [2]

Christine Ruhfus-Kirsch

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