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Der Mythos der Welthauptstadt „Germania“

Freitag, 14. November 2014

Lupe

Albert Speers Planungen für Berlin waren keine Utopie, sondern ein konkretes Bauvorhaben. Als Generalbauinspektor entwarf der Architekt breite Achsen und Monumentalgebäude von enormen Dimensionen, die den Machtanspruch des NS-Systems demonstrieren sollten. Berlin hätte nicht mehr als Lebensraum der Bewohner gedient, sondern als Repräsentationsraum des Regimes. Für die Umsetzung der Pläne forderte und unterstützte Speer Vertreibungen, Deportationen und Sklavenarbeit. Beim angestrebten Neubau der Metropole waren Vision und Verbrechen untrennbar miteinander verbunden. Der Verein Berliner Unterwelten e.V. präsentiert in bisher unzugänglichen Räumen einer Zwischenetage über dem U-Bahnhof Gesundbrunnen die saisonale Dauerausstellung „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“, die mit großformatigen Fotos und vor allem einem umfänglichen „Germania“-Modell eine Vorstellung von den Dimensionen der Speer’schen Ideen gibt. Die vom Historiker Gernot Schaulinski konzipierte Geschichtsausstellung beleuchtet Architektur und Städtebau im Berlin der NS-Zeit, analysiert die ideologischen Zielsetzungen und dokumentiert die verbrecherischen Konsequenzen. Darüber hinaus werden Legenden und Klischees rund um die „Welthauptstadt Germania“ dekonstruiert. Über 20 Autoren – viele von ihnen für Universitäten, Gedenk-, Dokumentations- und Informationsorte tätig – haben sich an dem interdisziplinären Projekt beteiligt. Als Kooperationspartner begleitet das Center for Metropolitan Studies (CMS) der TU Berlin das Projekt. Die Ausstellung wird ergänzt von dem Band „Mythos Germania – Vision und Verbrechen“, herausgegeben von Dr. Dagmar Thorau, Lehrkraft für besondere Aufgaben am CMS und Leiterin des Master-Studiengangs Historische Urbanistik an der TU Berlin, sowie Gernot Schaulinski, Kurator der Ausstellung. Er enthält unter anderem ausführliche Interviews mit den TU-Wissenschaftlern Prof. Dr. Gabi Dolff-Bonekämper, Prof. Dr. Wolfgang Benz und Prof. Dr. Harald Bodenschatz.
Mythos Germania – Vision und Verbrechen, Hg.: Dagmar Thorau, Gernot Schaulinski, Edition Berliner Unterwelten, 2014, 200 Seiten, 12,90 Euro, ISBN: 978-3-943112-28-3

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. November 2014 zu sehen sowie 2015 ab Ostern

www.berliner-unterwelten.de/mythos-germania.1882.0.html

pp "TU intern" November 2014

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