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Mathematischen Modellbau verstehen

Montag, 13. Oktober 2014

Jannik Matuschke wurde mit dem Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft ausgezeichnet

Lupe

Die Doktorarbeit von Jannik Matuschke vom TU-Institut für Mathematik ist voller Zahlen und Formeln, nicht unüblich für eine Promotion in der Mathematik. Ohne entsprechende Vorkenntnisse steigt man schnell aus der Lektüre aus. Jannik Matuschke hat jedoch bewiesen, dass er den Inhalt seiner Dissertation durchaus einem fachfremden Publikum verständlich machen kann. Dafür erhielt er am 9. Oktober 2014 den mit 5000 Euro dotierten „Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft“.

Einmal im Jahr ehrt die Klaus Tschira Stiftung mit dieser Auszeichnung junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler für eine verständliche und spannende Darstellung ihrer Forschungsergebnisse. „Mathematischer Modellbau“ ist der Titel des preisgekrönten Wettbewerbsbeitrags von Jannik Matuschke. Er erklärt darin, wie mit Hilfe computergestützter Optimierungsverfahren Transportvorgänge, zum Beispiel im Güterverkehr, besser geplant werden können, was viel Geld spart. Dabei muss die Wirklichkeit zunächst in einer Sprache beschrieben werden, die für den Computer verständlich ist  – als mathematisches Modell. Auf der Basis dieses Modells wird ein Algorithmus entwickelt, ein Computerprogramm, das eine optimale Lösung für das beschriebene Problem berechnet. Um solche Modelle und Algorithmen geht es in Jannik Matuschkes Dissertation. In seinem Beitrag schildert er sein Thema sehr anschaulich, indem er Beispiele aus dem täglichen Leben in Vergleich setzt mit Problemstellungen im Bereich der Logistik.

„Egal, ob man für die Kollegen aus der Wissenschaft oder ein allgemeines Publikum schreibt: Um sich verständlich auszudrücken, kommt es sehr darauf an, sich in den Leser hineinzuversetzen“, erklärt Jannik Matuschke. „Man muss stets hinterfragen: Wie kommen meine Formulierungen beim Leser an? Das erfordert oft viel Mühe und Geduld, das Endergebnis ist diesen Aufwand jedoch stets wert. Ich habe den Text von Freunden und Kollegen zur Probe lesen lassen. Die Rückmeldungen waren sehr hilfreich – schließlich steckt man in seinen eigenen Resultaten dann doch oft so tief drin, dass man gar nicht mitbekommt, an welcher Stelle es für einen Außenstehenden auf einmal unverständlich werden könnte.“

Der 1984 geborene Jannik Matuschke studierte zunächst Mathematik an der TU Dortmund und wechselte 2007 an die TU Berlin. Hier schloss er sein Mathematikstudium im Jahr 2009 ab. Im Anschluss war er Promotionsstudent an der TU Berlin. Seine Dissertation mit dem Titel „Network flows and network design in theory and practice“ schloss er 2013 ab. Betreut wurde er dabei von Prof. Dr. Martin Skutella am Institut für Mathematik der TU Berlin und von Prof. Dr. Britta Preis von der RWTH Aachen. Nach einem sechsmonatigen Aufenthalt als Postdoc am Departamento de Ingeniería Industrial an der Universidad de Chile ist er seit April 2014 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Kombinatorische Optimierung und Graphenalgorithmen (COGA) an der TU Berlin. Der Klaus Tschira Preis wird in den Kategorien Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik, Neurowissenschaften und Physik vergeben. Bewerben konnten sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die 2013 mit exzellenten Forschungsergebnissen promoviert wurden und den Inhalt ihrer Doktorarbeit anschaulich in einem populärwissenschaftlichen Artikel darstellen.

Bettina Klotz

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