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Was hat Wissenschaft mit Diplomatie zu tun?

Mit einem ERC Consolidator Grant erforscht Maria Rentetzi, wie Erkenntnisse zum Strahlenschutz Verbreitung finden

Die Physikerin und Historikerin Maria Rentetzi freut sich auf zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftler*innen der unterschiedlichsten Disziplinen
Lupe [1]

„Unsere heutigen Erkenntnisse zum Strahlenschutz wurden nicht allein durch wissenschaftliche oder technische Forschung geprägt, sondern vor allem stark beeinflusst von sozialen, politischen, wirtschaftlichen und nicht zuletzt auch diplomatischen Belangen, die die Internationale Atomenergiebehörde beschäftigten“, so lautet zumindest die These von Prof. Dr. Maria Rentetzi, die jetzt mit einem ERC Consolidator Grant an die TU Berlin wechselte.

Die Griechin möchte mit den zwei Millionen Euro aus den ERC-Mitteln in den kommenden fünf Jahren genauer erforschen, wie es im 20. Jahrhundert zu der Verlagerung der Deutungshoheit beim Thema Strahlenschutz, weg von wissenschaftlichen Organisationen, hin zu diplomatischen Organisationen, wie der IAEA (International Atomic Energy Agency), gekommen ist und welche Auswirkungen diese sogenannte „Science Diplomacy“ hatte.
Maria Rentetzi absolvierte ihren Bachelor in Physik, bevor sie für den Master in das Fach Geschichte wechselte. Anfang der 20er- und 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts lag die Forschung und damit auch die Weiterentwicklung des Wissens zum Thema Strahlenschutz in den Händen von bedeutenden wissenschaftlichen Organisationen wie dem Institut Curie in Paris oder dem Institut für Radiumforschung in Wien. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es dann zu einer entscheidenden Verlagerung: 1957 wurde die Internationale Atomenergiebehörde gegründet. Anstelle von wissenschaftlichen Organisationen übernahm damals eine politisch-diplomatische Organisation die zentrale Funktion der Generierung und Verbreitung von Erkenntnissen über den Strahlenschutz. „Genau darum dreht sich meine zentrale Forschungsfrage: Wie kam es zu dieser Verschiebung, weg von den wissenschaftlichen Organisationen, hin zu einer politischen Organisation? Was bedeutete das für die Forschung und welche Auswirkungen hatte das auf die Diplomatie?“, erläutert Maria Rentetzi, die sich unter anderem für die TU Berlin entschieden hat, weil sie sich hier auf zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten mit Wissenschaftler*innen der unterschiedlichsten Disziplinen freut.            

www.tu-berlin.de/?210242 [2]

Katharina Jung, TU intern Dezember 2019
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