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Menschen

Grüne Gründer: Innovationen für den Klimawandel

Montag, 29. Juli 2019

Einfacher Zugang zu Schnellladestationen

Sebastian Genschow
Lupe [1]

Klimafreundliche und ressourcenschonende Mobilität ist eine wichtige Voraussetzung für die langfristige Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Mit seinem Start-up EKAROS möchte Biotechnologie-Alumnus Sebastian Genschow hierzu einen Beitrag leisten und gewerblichen elektrischen Fahrzeugen der Personenbeförderung einen einfachen Zugang zu Schnellladestationen bieten: „Eine intelligente Planung der Ladezeiten ist ausschlaggebend für den Unternehmenserfolg. Wenn ich warten muss, weil die Ladestation besetzt ist, zur nächsten fahren muss, weil sie defekt ist, und dann schlimmstenfalls liegen bleibe, weil der Akku meines Autos leer ist, kann ich als Unternehmen nicht rentabel arbeiten.“ EKAROS will die Fahrzeugdaten und die Daten der Ladestationen verarbeiten und weitergeben: Ladestand, GPS-Koordinaten des Autos sowie Informationen zur jeweiligen Ladestation. Fahrer*innen erhalten dann die Information, wann und wo das Auto geladen werden kann.
Schon während seiner Studienzeit arbeitete Sebastian Genschow zum Thema Elektromobilität beim Fahrservice „CleverShuttle“ und beim Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel. Dort traf er auch seinen heutigen Mentor Prof. Dr. Andreas Knie, Professor am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und an der TU Berlin.
Über eine Plattform lernte Sebastian Genschow seinen Mitgründer Dr. Philippe Guigue kennen, der sich als Informatiker um die Entwicklung der Software kümmert. Der TU-Wirtschaftsingenieurwesen-Alumnus Johannes Unruh vervollständigt das Team, das seit Anfang Juni im Coworking Space EINS der TU Berlin arbeitet, mit einem Berliner Start-up-Stipendium gefördert und vom Centre for Entrepreneurship der TU Berlin unterstützt wird.
„Für EKAROS wünsche ich mir, dass E-Fahrzeugflotten deutschlandweit auf unser System zugreifen“, sagt Sebastian Genschow. „Darüber hinaus wünsche ich mir eine erfolgreiche Mobilitätswende mit guten Alternativen zum Besitz eines Autos.“

www.ekaros.io [2]

Beratung zu ­Klimazielen

Carsten Warnecke
Lupe [3]

Ich möchte meine Lebenszeit für sinnvolle Dinge nutzen und meine Arbeit so machen, wie ich sie für richtig halte“, sagt Carsten Warnecke, TU-Alumnus des Technischen Umweltschutzes und Mitgründer des „NewClimate Insti­tute“. Nach dem Abschluss arbeitete er fast zehn Jahre lang für eine Politikberatungsfirma, bis er in 2014 zusammen mit fünf Kolleg*innen das „NewClimate Institute“ gründete. Das unabhängige, gemeinnützige Forschungsinstitut veröffentlicht wissenschaftliche Analysen und Studien, und es berät Regierungen in Europa und in Entwicklungsländern zur Umsetzung ihrer klimapolitischen Ziele. Zu seinen Kunden gehören auch die EU-Kommission und die Weltbank. „Das Besondere an unserem Institut ist, dass wir nicht nur auf Ausschreibungen von Mittelgebern reagieren, sondern selbst Ideen entwickeln. So können wir sehr innovativ arbeiten“, erklärt Carsten Warnecke. Ein besonders interessantes Projekt des NewClimate Institute und anderer Forschungseinrichtungen ist der Climate Action Tracker (CAT). Er untersucht die nationale und globale Umsetzung des Pariser Abkommens von 2015 in über 30 Ländern und bewertet, inwieweit diese Länder auf dem richtigen Weg dahin sind, ihre Klimaschutzverpflichtungen zu erfüllen. Darüber hinaus bestimmt der CAT den wahrscheinlichen Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts.
Das 30-köpfige Team des NewClimate Institute arbeitet in Köln und Berlin. Die aktuelle Klimaschutzdebatte und die deutschlandweiten Demonstrationen der Schüler*innen für eine bessere Klimapolitik bescherten den Analysen und Erkenntnissen des Instituts verstärkte und breitere Aufmerksamkeit. „Wir haben keine Zeit mehr und müssen ambitionierte Paris-kompatible Maßnahmen schnell umsetzen“, betont Carsten Warnecke. „Unsere Politiker*innen können das nicht mehr ignorieren.“

https://newclimate.org [4]
https://climateactiontracker.org [5]

Bettina Klotz, "TU intern" Juli 2019
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