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Erster Platz beim Forum Junge Spitzenforscher

Montag, 26. November 2018

Team der TU Berlin setzt sich mit Idee eines neuen Therapieansatzes für Querschnittgelähmte durch

Eine Verletzung der Wirbelsäule mit einhergehenden Lähmungen der unteren Extremitäten bedeutet für die Betroffenen eine starke Einschränkung ihrer körperlichen Aktivität und der Gesundheit. Dr. Thomas Schauer und Constantin Wiesener vom Fachgebiet Regelungssysteme der TU Berlin haben eine Technik entwickelt, die Querschnittgelähmten das Schwimmen im Wasser unter Verwendung ihrer eigenen gelähmten Beine ermöglicht. Hierfür gewannen sie beim Wettbewerb Forum Junge Spitzenforscher den ersten Preis, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Der Wettbewerb wird von der Stiftung Industrieforschung und der Humboldt-Innovation GmbH veranstaltet und richtet sich an junge Forschende in Berlin. Insgesamt wurden sechs Teams für ihre Anwendungsideen aus der innovativen Grundlagenforschung im Bereich Mobilität ausgezeichnet. Drei der Preise gingen an Teams von der TU Berlin. Neben dem ersten Platz belegten TU-Wissenschaftler den dritten und einen vierten Platz.

Zu den TU-Projekten

Erster Platz, 10.000 Euro
Projekt „STIMSWIM“, Constantin Wiesener, Dr. Thomas Schauer, TU Berlin, Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik, Fachgebiet Regelungssysteme      

Eine Querschnittlähmung bedeutet eine starke Einschränkung der Lebensqualität und Bewegungsmöglichkeiten aufgrund von Spastizität und Verlust willkürlicher Motorfunktionen. Doch gerade sportliche und therapeutische Aktivitäten reduzieren Begleiterkrankungen und erhöhen das emotionale Wohlbefinden der Betroffenen. Das Projekt möchte den Betroffenen eine völlig neuartige Form der Mobilität und Rehabilitation ermöglichen: das Schwimmen im Wasser unter Verwendung ihrer eigenen gelähmten Beine. Hierfür wird die funktionelle Elektrostimulation der Beine mit der nicht invasiven Rückenmarkstimulation kombiniert. In einer Pilotstudie werden die Machbarkeit und die Effekte bei komplett gelähmten Patienten untersucht. Künftig soll der Therapieeffekt bei inkomplett Querschnittgelähmten mit einer Restfunktion der unteren Extremitäten erforscht werden mit dem Ziel, verlorengegangene Funktionen dauerhaft wiederherstellen zu können.


Dritter Platz, 10.000 Euro
Projekt “BIGAP - Seamless Handover for High Performance WiFi Networks”, Dr. Anatolij Zubow, M. Sc. Piotr Gawłowicz, TU Berlin, Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik,  Fachgebiet für Telekommunikationsnetze           

Die effiziente Unterstützung von Mobilität von Personen innerhalb von Gebäuden durch Kommunikationssysteme ist unabdingbar, da Menschen einen Großteil des Tages entweder im Büro oder im Homeoffice verbringen. Heutzutage eingesetzte drahtlose Technologien nach dem IEEE 802.11-Standard sind nicht in der Lage, die durch Smartphones sowie neuartige Anwendungen wie hochauflösende Videokonferenzen und virtuelle Realitäten notwendig gewordene Mobilitätsunterstützung zu erbringen. Daher wurde ein neuartiger Architekturansatz namens BIGAP entwickelt, welcher in der Lage ist, einen hohen Netzwerkdurchsatz bei gleichzeitiger Unterstützung von nahtloser Mobilität zu ermöglichen.


Vierter Platz, 2.000 Euro
Projekt “Destination Prediction based on Partial Trajectory Data using Recurrent Neural Networks”, Prof. Dr. Andreas Vogelsang, Patrick Ebel, TU Berlin, Fakultät IV - Elektrotechnik und Informatik,  Fachgebiet IT-basierte Fahrzeuginnovationen

Wissen über das Ziel und die Route von möglichst vielen Verkehrsteilnehmern ermöglicht eine Vielzahl von interessanten Anwendungen, die das persönliche Fahrerlebnis erhöhen aber auch bei der Planung und Steuerung von Verkehr Nutzen stiften. Da Navigationssysteme nur für einen Bruchteil der Fahrten genutzt werden, reichen diese als Informationsquelle für Ziele und Routen von Fahrzeugen nicht aus. Das Projekt entwickelt einen Ansatz, der mit Hilfe von neuronalen Netzen das mögliche Ziel eines beliebigen Fahrzeugs auf Basis der bisher gefahrenen Strecke und zusätzlichen Metainformationen wie Tageszeit oder Wetterbedingungen vorhersagt. Der Ansatz legt dabei besonderen Wert darauf, dass die Bewegungsdaten anonym bleiben und nicht auf einzelne Verkehrsteilnehmer zurückgeführt werden können.

Zum Wettbewerb

Der Wettbewerb „Forum Junge Spitzenforscher“ wurde erstmals in Kooperation mit der Freien Universität, der Humboldt-Universität zu Berlin, der Technischen Universität Berlin und der Charité – Universitätsmedizin Berlin ausgerichtet. In diesem Jahr stand das Thema Mobilität im Fokus. Das Preisgeld soll der Weiterführung der Forschung zugutekommen. Die sechs Finalisten haben in diesem Jahr zudem die Möglichkeit, sich auf eine von drei Validierungsförderungen in Höhe von jeweils bis zu 50.000 Euro zu bewerben. Die Förderung wird von der Berliner Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe zur Verfügung gestellt, mit dem Ziel, die Ergebnisse in die Anwendung zu bringen.

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