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Menschen

Gegen Chaos auf dem Spielfeld

Setareh Maghsudi neu am Einstein Center Digital Future

Von Yale nach Berlin: Nachrichtentechnikerin Setareh Maghsudi ist die erste Juniorprofessorin am ECDF
Lupe [1]

Im Büro im zwölften Geschoss des TU-Hochhauses stehen ein Schreibtisch und ein Laptop. Setareh Maghsudi richtet sich gerade erst ein. Sie ist neu berufene Juniorprofessorin an der TU Berlin und forscht am Einstein Center Digital Future (ECDF). Seit dem 1. August 2017 ist die Iranerin zurück in der Hauptstadt.

„Ich kenne Berlin und die Universität bereits sehr gut“, erzählt Maghsudi, die ihre Dissertation an der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik im Jahr 2015 abgeschlossen hatte. Anschließend forschte sie als Postdoc in Kanada und den USA. Warum sie wieder an die Spree wechselte? „An der Yale University gefiel es mir als Postdoc sehr gut und auch meine vorherige Position an der Universität Manitoba brachte mir viel. Doch die Möglichkeit, als Juniorprofessorin am Einstein Center Digital Future tätig zu sein, lässt man sich nicht entgehen.“ Als Hotspot digitaler Forschung ist das Center einmalig in Deutschland.

Am ECDF forscht die Wissenschaftlerin, die ihr Bachelor-Studium der Elektrotechnik in Teheran und ihren Master in Kiel absolvierte, zu Aspekten verteilter Steuerung in Drahtlosnetzwerken (engl. Distributed Control in Wireless Networks). Als Beispiel für solche Netzwerke nennt Setareh Maghsudi mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets. Blickte man ins Innere eines Gerätes, befände man sich bildlich gesprochen auf einem Spielfeld, dessen Spieler eigennützig agieren und nur bedingt rational sind. Ihre Ressourcen teilen sie anhand verschiedener Entscheidungsstrategien. Jede gemeinsame Entscheidung geht mit Belohnung oder Bestrafung einher. Natürlich möchte jede Figur belohnt werden. Ein „Kampf“ bricht aus. Da die Figuren nicht zentral mit Informationen versorgt werden, wissen sie nicht zwingend, wie die anderen sich entscheiden. Konkurrenz und Chaos können entstehen – mit Folgen für die Funktionalität des Gerätes. Für Ordnung auf dem Spielfeld sorgt Setareh Maghsudi. Die Juniorprofessorin berechnet mithilfe mathematischer Modellierung und der Entwicklung von Algorithmen, wie die einzelnen Spielfiguren vernünftig reagieren können. Gesucht wird dabei eine Spielstrategie für jede einzelne Spielfigur, die das Chaos unterbindet und ressourceneffizient ist.
Für ihre Forschungen benutzt Setareh Maghsudi Ansätze der Spieltheorie und des verstärkenden Lernens. Ihre Expertise auf diesem Gebiet gibt sie in diesem Wintersemester auch in der Vorlesung „Einführung in die Spieltheorie“ an Studierende weiter. „Das Lehren ist eine neue Herausforderung für mich. Bisher läuft alles sehr gut, und ich freue mich darauf, so richtig anzukommen“, sagt sie mit Blick aus ihrem Bürofenster.

Susanne Cholodnicki, "TU intern" 10. November 2017
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