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TU Berlin

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Menschen

Urbane Transformation + Migration = Regenerierung?

Felicitas Hillmann
Lupe

Felicitas Hillmann forscht über den Zusammenhang von Einwanderung und städtischer Entwicklung
Berlin bewegen viele Fragen, doch kaum eine hat in den vergangenen zwei Jahren einen ähnlich hohen Stellenwert in der öffentlichen Debatte eingenommen wie die Ankunft von Flüchtlingen und der Umgang der Berlinerinnen und Berliner damit. Allein 2015 waren es fast 80 000 Menschen, die vor allem aus den Kriegsgebieten in Syrien, aber auch aus Afrika und Osteuropa nach Berlin kamen. Camps am Oranienplatz, Bau von Flüchtlingsunterkünften, Debatten und Konflikte um dauerhaften Aufenthalt, Ersthilfe und Integration durch Freiwillige – das Phänomen hinterlässt vielfältige Spuren in der Stadt. Dieser Zusammenhang von Migration und städtischer Entwicklung und Regenerierung war das Thema der Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Felicitas Hillmann, Leiterin des Fachgebietes „Transformation städtischer Räume im internationalen Kontext“ am TU-Institut für Stadt- und Regionalplanung, Anfang Juni 2016. Felicitas Hillmann forscht an der TU Berlin im Rahmen einer gemeinsamen Berufung mit dem Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) zu urbanen Transformationen im globalen Kontext – Migration ist einer ihrer Schwerpunkte.

Migration ist das Unterpfand der Globalisierung – es sind weltweit die Städte, die als Laboratorien fungieren im Umgang mit einem Mehr an Vielfalt durch Migration und Mobilität und einem Weniger an Sesshaftigkeit bei gleichzeitig größerer gesellschaftlicher Ungleichheit in den Städten selbst.
Die Geografin, die unter anderem am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, an der FU Berlin und der Universität Bremen forschte und lehrte, hat umfangreich zum Themenfeld Migration und städtische Transformation publiziert.

Ihre Forschungen legen offen, wie zentral Migration aus unterschiedlichen Gründen für die Erneuerung des urbanen Gefüges ist. Was in Öffentlichkeit und Wissenschaft lange als urbane Marginalität, als „am Rande der Stadt“, diskutiert wurde, wird zunehmend abgelöst. „In vielen Quartieren bilden Migrantinnen und Migranten die Mehrheitsbevölkerung“, so Hillmann. Hochmobile und Touristen dienen Planern als Folie für neue Stadtentwürfe. Diejenigen europäischen Städte, die in der Vergangenheit keine Chance hatten, sich als Einwanderungsstädte zu entwickeln, sind heute eventuell im Nachteil bei der Bewältigung der Transformation. Ihre Lebendigkeit und Urbanität können beeinträchtigt sein. In ihrer Antrittsvorlesung bediente sich Hillmann des internationalen Vergleiches, um die verschiedenen Facetten der städtischen Transformation herauszuarbeiten. Migration bedeutet nicht immer Regenerierung, so die Quintessenz, doch Regenerierung ohne Migration ist eine Utopie.

Jan Zwilling (Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS)), "TU intern" 22. Juli 2016

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