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TU Berlin

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Der Petermann-Faktor

Freitag, 26. Juli 2013

Was einen Forscher und Hochschullehrer hochschulpolitisch antreibt

Klaus Petermann bringt sich an der TU Berlin seit Jahrzehnten stets hochschulpolitisch ein, darunter als Vizepräsident Forschung, Dekan des früheren Fachbereichs Elektrotechnik, Prodekan der Fakultät Elektrotechnik und Informatik, Ombudsmann für wissensch
Lupe

Seit 30 Jahren lehrt, forscht und engagiert sich Prof. Dr.-Ing. Klaus Petermann, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Hochfrequenz- und Halbleiter-Systemtechnologien der Fakultät Elektrotechnik und Informatik sowie Leiter des Fachgebiets Hochfrequenztechnik und Photonik an der TU Berlin. Anlässlich seines Dienstjubiläums würdigten am 28. Juni 2013 an der Universität rund 100 Gäste, darunter TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, die wissenschaftliche Strahlkraft und hochschulpolitische Arbeit des bedeutenden Elektroingenieurs.

30 Jahre an der TU Berlin – hätten Sie das zu Beginn Ihrer TU-Zeit gedacht?

Meine beruflichen Wege hielt ich damals offen. Es gab durchaus Verführungen, die TU Berlin zu verlassen, wie 1988 mit einem Ruf an die Universität Ulm. Doch mit Blick auf das, was ich aufgebaut hatte, entschloss ich mich zu bleiben.

Als Sie 1983 berufen wurden, gab es die Fakultät Elektrotechnik und Informatik noch nicht. Wie erlebten Sie ihre Entstehung?

Als Vorsitzender der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs begleitete ich im Jahr 2001 die Zusammenführung der zwei Fachbereiche, als großen Einschnitt erlebte ich sie aber nicht. Der Studiengang Technische Informatik war bereits auf dem Weg und so sah ich die neue Fakultät als sinnvolle Konsequenz einer bereits laufenden Entwicklung und erachte sie heute als große Erfolgsgeschichte.

Von 2004 bis 2006 waren Sie als 2. Vizepräsident für die Bereiche Forschung sowie Informations- und Kommunikationstechnik zuständig. Wo sehen Sie heute Ihre wichtigsten Erfolge?

Hier möchte ich die gemeinsam mit TU-Kanzlerin Prof. Dr. Ulrike Gutheil auf den Weg gebrachte Reform der IuK-Infrastruktur nennen, die wiederum den Weg vom damaligen Rechenzentrum zum heutigen Service-Center tubIT ebnete. Wichtig war mir auch die Gründung des European Center for Information and Communication Technologies und des Siemens Center of Knowledge Interchange an der TU Berlin sowie die Begleitung der Exzellenzinitiative.

Was treibt Sie hochschulpolitisch an?

Ich möchte über den Tellerrand meines Fachgebiets hinausblicken. Zudem ist es mir ein Anliegen, dass die TU Berlin die Rolle erhält, die ihr in der deutschen Hauptstadt zukommen sollte.

Sie sind ein bedeutender Wissenschaftler für die Hochfrequenztechnik und Photonik. Wie entwickelte sich Ihr Forschungsfokus?

Mein Blick richtet sich seit meiner Studienarbeit 1974 auf die faseroptische Nachrichtentechnik – ein Forschungsfeld, das ich mit Freude von Beginn an miterlebte. In meinen Forschungen behandelte ich erst Fragen zur Lichtleitfaser, dann zum Halbleiterlaser und seit meinem TU-Ruf auch zur integrierten Optik. Dabei reizen mich Themen, denen gegenüber zunächst große Skepsis herrscht, von deren Relevanz ich die Fachwelt aber später doch überzeugen kann.

Welche Erfolge sind für Sie wichtig?

Der wichtigste war sicher 1993 der Leibniz-Preis. In besonderer Erinnerung ist mir aber auch ein 2. Platz beim „Jugend forscht“-Landeswettbewerb Niedersachsen, das war 1969. Ansonsten freue ich mich, dass die Fachwelt meine Forschungsergebnisse aufnahm, darunter den Petermann-K-Faktor in der Lasertheorie, den Petermann-II-Modenfeldradius zur Charakterisierung einwelliger Fasern sowie frühe Arbeiten zur Silizium-Photonik und faseroptischen Übertragungstechnik.

Und was planen Sie für die nächsten 30 Jahre?

Nun, mir bleiben bis zur Pensionierung nur noch drei Jahre und neun Monate. Mein Wunsch ist, erzielte Ergebnisse zu verstetigen und rechtzeitig in die Verantwortung jüngerer Kollegen zu geben.

Vielen Dank!

Das Gespräch führte Mona Niebur / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 7/2013

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