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TU Berlin

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Menschen

Solarpionier erhält TU-Ehrendoktorwürde

Freitag, 12. Oktober 2012

Wissenschaftlicher Austausch über den Eisernen Vorhang hinweg

Karl W. Böer (vorn) mit Dieter Bimberg, Leiter des TU-Zentrums für Nanophotonik, TU-Präsident Jörg Steinbach und Christian Thomsen, Dekan der Fakultät II Mathematik und Naturwissenschaften (v. l.)
Lupe

Einer der Väter der Grundlagen der experimentellen und theoretischen Halbleiterphysik und ein weltweit renommierter Forscher und Entrepreneur auf dem Gebiet der Photovoltaik erhielt im September die Ehrendoktorwürde „Doktor der Naturwissenschaften honoris causa“ der Technischen Universität Berlin: Prof. Dr. rer. nat. habil. Karl W. Böer. Der Forscher wurde für seine hervorragenden wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiet der Photovoltaik geehrt. Seine Arbeiten waren von Beginn an eng mit der TU Berlin verbunden. Neben seiner Forschung über die Realstruktur und die optischen Eigenschaften von Kristallen ist er Erfinder und Inhaber einer Reihe von wegweisenden Patenten unter anderem auf dem Gebiet von Cadmiumsulfid-Solarzellen. 1973 ließ Prof. Böer das erste Hybrid-Solarhaus der Welt bauen.

Seit 1993 wird alle zwei Jahre zu seinen Ehren von der Karl W. Böer Solar Energy Medal of Merit-Stiftung am von Böer gegründeten Institute for Energy Conversion der University of Delaware (IEC) ein Preis verliehen. Die Medaille, die mit einem Preisgeld von 50 000 Dollar verbunden ist, würdigt bedeutende und bahnbrechende Beiträge zur Verbreitung der Sonnenenergie als alternative Energiequelle. Erster Preisträger war der ehemalige US-Präsident und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter. Mit der Zeitschrift physica status solidi (pss) im Ostteil Berlins gründete Böer unter anderem ein wichtiges Medium des damaligen wissenschaftlichen Austauschs über den Eisernen Vorhang hinweg.

Die ersten Verbindungen zur TU Berlin hatte Karl W. Böer vor mehr als 60 Jahren, als er am Institut für Organische Chemie arbeitete. Entscheidend für viele Arbeiten in den Jahren 1959 bis 1992 waren die engen Verbindungen zu den Professoren Immanuel Broser und Heinrich Gobrecht am jetzigen Institut für Festkörperphysik der TU Berlin, die ebenso wie er auf dem Gebiet der II-VI-Verbindungshalbleiter forschten.

jb / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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