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Menschen, Moneten, Mentalitäten

Freitag, 12. Oktober 2012

Georg-Schlesinger-Preisträger Joachim Milberg rief zu Wachstum durch Innovation auf

Herzliches Wiedersehen am Rande der Preisverleihung: Joachim Milberg (r.) und sein Doktorvater Günter Spur
Lupe

„Wenn man der Ingenieurkunst, die ja in Wirklichkeit harte Arbeit ist, ein Gesicht geben wollte, wäre es mit großer Wahrscheinlichkeit das von Joachim Milberg.“ Diese Worte der Berliner Wissenschaftssenatorin Sandra Scheeres im großen Hörsaal des Produktionstechnischen Zentrums der TU Berlin, das auch die „Fabrik der Zukunft“ genannt wird, zeigten schon an, dass es bei der Verleihung des Georg-Schlesinger-Preises am 14. September 2012 um die Ehrung einer zentralen Person des deutschen Ingenieurwesens ging, deren Strahlkraft auch noch weit in die Zukunft reichen soll.

„Ich erhoffe mir, dass durch solche Vorbilder auch in vielen jungen Menschen der Wunsch geweckt wird, den ingenieurwissenschaftlichen Weg einzuschlagen“, sagte Sandra Scheeres. Viele Weggefährten Milbergs waren erschienen, allen voran sein Doktorvater und Mentor Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. mult. Günter Spur, ebenfalls vielfach ausgezeichneter Nachfolger auf dem Schlesinger-Lehrstuhl für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik und langjähriger Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb. Und die Gäste wurden nicht enttäuscht. Nach den vielen Begrüßungsworten, unter anderem von TU-Präsident Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach, von Nicolas Zimmer, Wirtschafts-Staatssekretär, Norbert Quinkert, Vorsitzender des Vorstands der TSB Technologiestiftung Berlin, und der Laudatio von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h. Dieter Spath, Leiter zweier Fraunhofer-Institute an der Universität Stuttgart, wandte sich Joachim Milberg, hinter dem eine bemerkenswerte Karriere vom Maschinenschlosserlehrling über den ordentlichen Professor bis in die Spitze eines der größten Automobilkonzerne Deutschlands liegt, mit einem nachhaltigen Appell an die Zuhörerschaft: „Innovation und Wachstum sind die Faktoren, die gegenwärtige Krise zu bewältigen“, rief er. „Wachstum braucht Beschäftigung, Zugang zu neuen Märkten, neue Organisationsstrukturen, neue Produkte und dafür vor allem: kluge Köpfe!“ Um diese auszubilden, brauche es aber neben einer ausreichenden Finanzierung auch ein gesellschaftliches Klima, das Bereitschaft zur Veränderung und zur Nutzung von Chancen fördere, kurzum: Menschen, Moneten, Mentalitäten! In dem Zuge beklagte Milberg auch die Unterfinanzierung der Universitäten in Deutschland, die zu einem Prozent unter dem OECD-Durchschnitt liege: „Zukunft kommt von allein – Fortschritt nicht!“

Georg-Schlesinger-Preis
Der Berliner Senat rief den Georg-Schlesinger-Preis am 20. Juni 1979 anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der Technischen Universität Berlin ins Leben. Er wird für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Produktionstechnik verliehen, die auch einen gesellschaftlichen oder humanitären Bezug haben. Seit 2003 stellt die TSB Technologiestiftung Berlin das Preisgeld. Über die Verleihung des Preises entscheidet ein internationales Kuratorium, dessen Vorsitz Prof. Dr. h. c. Dr.-Ing. Eckart Uhlmann führt. Der Preis erinnert an den Ingenieur Georg Schlesinger, den Begründer der modernen Produktionstechnik.

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 10/2012

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