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TUB-newsportaltui0612: Natur als Vorbild

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Natur als Vorbild

Montag, 18. Juni 2012

Damiano Pasini entwickelt neue Materialien für Medizin und Luftfahrt

Damiano Pasini
Lupe

„Biologisches Zellmaterial ist eine Inspiration für Materialforscher“, sagt Prof. Dr. Damiano Pasini. „Es ist überall in der Natur zu finden: Holz und Kork, Knochengewebe und Pflanzenfunktionszellen. Auch Meeresschwämme sind ein gutes Beispiel für poröse Mikrostrukturen.“

Damiano Pasini ist Experte für Werkstofftechnologien. Er ist Associate Professor für Maschinenbau und Werkstofftechnologie und leitet das „Multiscale Mechanics and Design Optimization Lab“ an der McGill University Montreal in Quebec, Kanada. Derzeit forscht er als Humboldt-Forschungsstipendiat mit Prof. Dr. John Banhart am Institut für Werkstoffwissenschaften, der auch das Institut für Angewandte Materialforschung am Helmholtz-Zentrum Berlin (das ehemalige Hahn-Meitner-Institut) leitet. Pasinis Forschungsschwerpunkte sind die Synthese und das Design innovativer Leichtgewichtstrukturen und multifunktionaler Materialen für Anwendungen sowohl in der Luft- und Raumfahrt als auch in der biomedizinischen Technologieforschung. „Die Natur gibt uns die besten Beispiele“, sagt er. „Die biologischen Strukturen, die Zellmaterialien nutzen, sind sehr effizient. Angefangen bei Proteinen, Zuckermolekülen und anderen Mineralien, kreiert die Natur starke, haltbare und widerstandsfähige Materialien, die wir nachbauen oder auch nach unseren Bedürfnissen umformen können. Ziel ist es, sowohl für die Forschung als auch für die industrielle Anwendung neue Materialien maßzuschneidern.“

Damiano Pasini studierte Maschinenbau in Pavia, Italien, und schrieb seine Doktorarbeit an der University of Bristol in England, forschte und arbeitete anschließend in der Forschung am Institut für Faserverbundleichtbau und Adaptronik des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrt in Braunschweig. Dort entwickelte er theoretische Modelle und experimentierte im Zusammenhang mit der Entwicklung und Optimierung eines soliden Drehgelenks für flexible Flugzeugflügelklappen. Seit 2004 ist er Professor in Montreal, ist Herausgeber und Reviewer verschiedener Fachzeitschriften und gründete 2008 die McGill-Biomimetics Research Group, eine interdisziplinäre, fakultätsübergreifende Einrichtung. Dort werden die Prinzipien und Anwendungen der Bionikforschung weiterentwickelt, denn, so Pasini: „Die Bionik wird helfen, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts in der Medizin-, Umwelt-, Energie- und Materialforschung zu lösen.“

www.helmholtz-berlin.de/forschung/funkma/werkstoffe/

Patricia Pätzold / Quelle: Hochschulzeitung "TU intern", 6/2012

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