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TU Berlin

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Menschen

Das ästhetische Ganze

Freitag, 17. Juni 2011

Michael Fowler untersucht die akustischen Attribute japanischer Gärten

Michael Fowler
Michael Fowler
Lupe

Mit "akustischer Ökologie", insbesondere in städtischen Umgebungen, befasst sich Dr. Michael Fowler, gebürtiger Australier und derzeit ebenfalls Alexander von Humboldt-Stipendiat im Fachgebiet Audiokommunikation. "Umgebungen bieten nicht nur visuelle und andere sinnliche Eindrücke, sondern sie sind auch Klanglandschaften, deren Akustik vielfältige Informationen und bedeutsame Erfahrungen enthält, weit über das einfache Geräusch hinaus", sagt der Musiker, der an der Universität von Cincinnati, USA, promoviert hat. Beispielsweise klinge eine Kirchenglocke nicht nur charakteristisch metallen, sondern löse auch, insbesondere bei bestimmten Zielgruppen, Emotionen aus und rufe zum Kirchgang, habe also weit über die reine Tonerzeugung hinausgehende Funktionen. Das bevorzugte Studienobjekt Michael Fowlers sind allerdings die akustischen Attribute japanischer Gärten, die Architektur, Philosophie und charakteristischen Klang zu einem ästhetischen Ganzen verbinden. Nach diesem Muster Klanglandschaften für urbane Gebiete zu planen und zu erschaffen ist das Fernziel Michael Fowlers, der in der quirligen Großstadt nicht nur den "Sound of the City" vorfindet, sondern an der TU Berlin auch die technischen Voraussetzungen, diesen einzufangen und zu reproduzieren.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 6/2011

Edgar Berdahl und Michael Fowler arbeiten in der neu eingerichteten DFG-Forschergruppe SEACEN (siehe "Konzertsaal im Kopf").

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