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Menschen

Zwischen Physik und Psychologie

Dienstag, 16. November 2010

Nachwuchspreis des Regierenden Bürgermeisters für TU-Wissenschaftlerin

Marianne Maertens beschäftigt sich mit den subjektiven und objektiven Aspekten der Wahrnehmung von Helligkeit
Lupe

"Ich war sehr überrascht, dass – unter den vielen ausgezeichneten Nachwuchswissenschaftlerinnen Berlins – ausgerechnet ich den Preis gewonnen habe", sagte Dr. Marianne Maertens anlässlich der Ehrung durch Klaus Wowereit. Am 14. Oktober 2010 erhielt die 31-jährige Experimentalpsychologin der TU Berlin den mit 10 000 Euro dotierten "Berliner Wissenschaftspreis des Regierenden Bürgermeisters" in der Kategorie Nachwuchs. "Es freut mich ungemein, dass außer mir auch andere meine Forschung spannend finden, was ja bei grundlagenorientierter Forschung nicht immer der Fall ist."

Das Geld will sie in Forschungsreisen sowie in weitere Versuchsanordnungen mit Probanden investieren. Mit dem Preis wurden die Leistungen der Forscherin auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmungsforschung des menschlichen Gehirns gewürdigt.

Dr. Marianne Maertens forscht und lehrt seit 2008 am TU-Fachgebiet "Modellierung Kognitiver Prozesse" von Prof. Dr. Felix Wichmann und am Berliner Bernstein Center for Computational Neuroscience, das zum deutschlandweiten Bernstein Netzwerk Computational Neuroscience gehört und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird.

Sie beschäftigt sich mit den subjektiven und objektiven Aspekten der Wahrnehmung von Helligkeit. Um möglichst große Diskrepanzen zwischen physikalischer und wahrgenommener Helligkeit zu erzeugen, werden visuelle Szenen mit Methoden der Computergrafik erstellt. Sie forscht damit auf einem zukunftsweisenden Feld im Grenzgebiet zwischen Physik, Informatik und Psychologie. Bisher arbeitete sie zum "Blinden Fleck" zu den Fragen, welche Gehirnareale aktiv sind, wenn der Mensch Kanten erkennt, die durch andere Objekte teilweise verdeckt werden, oder wie das menschliche Gehirn räumliche Tiefe wahrnimmt, obwohl die Netzhautbilder nur zweidimensional sind. Dafür hat sie Blickbewegungen gemessen, um zu untersuchen, welche Bildinformationen das Gehirn nutzt, um aus zweidimensionalen Bildern räumliche Tiefe zu extrahieren.

"Ihre zahlreichen Publikationen in internationalen Zeitschriften, ihre mit Auszeichnung abgeschlossene Dissertation, die mit dem zweiten Preis im Dissertationswettbewerb der Fachgruppe Allgemeine Psychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie geehrt wurde, zeigen die herausragende wissenschaftliche Leistung von Frau Dr. Maertens. Ich freue mich sehr über ihren Preis, ergänzt er doch die jüngsten Erfolge anderer Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler unserer Universität auf hervorragende Weise", sagte der Präsident der TU Berlin, Prof. Dr.-Ing. Jörg Steinbach. Die Preisträgerinnen und Preisträger seien Beispiele für die Innovationskraft und die Exzellenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in der Wissenschaftsmetropole Berlin, so der Regierende Bürgermeister Berlins, Klaus Wowereit. Einmal mehr zeige sich, dass in der Hauptstadt Leistungen von internationaler Bedeutung erbracht werden und dass Berlin sehr gute Bedingungen für Kreativität auch in Wissenschaft und Forschung biete.

Bereits im Jahr 2008 gingen zwei Wissenschaftspreise des Regierenden Bürgermeisters an die TU Berlin. Damals wurden der international renommierte Mathematiker Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Martin Grötschel mit dem Hauptpreis und die Juniorprofessorin Dr. Gesche Joost ausgezeichnet.

pp/sn / Quelle: "TU intern", 11/2010

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