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Philosophie der Baukunst

Montag, 14. Juni 2010

Humboldt-Stipendiat und Renaissance-Spezialist Branko Mitrovic forscht an der TU Berlin

Branko Mitrovic ist einer der besten Kenner des italienischen Renaissance-Architekten Andrea Palladio
Lupe

Schöpferisch und eigenwillig integrierte Andrea Palladio, einer der bedeutendsten Architekten der Hochrenaissance in Oberitalien, Vorbilder aus der römischen Antike und aus der Renaissance, wie Brunelleschi und Bramante, in seinen besonderen Baustil. Mit seinen Theorien des Bauens wurde er zum einflussreichsten Architekturtheoretiker der frühen Neuzeit. Bekannte Stadtpaläste und Landsitze, öffentliche Gebäude, Brücken, religiöse Bauten und Theater, aber auch große Portale und Grabmonumente zählen zu seinem umfangreichen Opus.

Einer der intensivsten Kenner dieser schillernden Architektenpersönlichkeit ist Branko Mitrovic von der School of Architecture des UNITEC Institute of Technology in Auckland (Neuseeland). Noch bis Ende Juni 2010 forscht der Architekturhistoriker als Humboldt-Stipendiat im Fachgebiet Kunstgeschichte von Prof. Dr. Adrian von Buttlar.

In der Fachgemeinde ist Professor Branko Mitrovic bekannt als einer der innovativsten Erforscher der italienischen Architektur der Renaissance und von deren theoretischem, wissenschaftlichem und philosophischem Hintergrund. In seiner Arbeit versucht er vor allem auch, die Architekturgeschichte in der Wissenschaftsgeschichte zu verorten. Neben seinen umfassenden interdisziplinären Kenntnissen der europäischen Kulturgeschichte profitiert Branko Mitrovics Arbeit auch von seinen ausgeprägten Sprachkenntnissen. So spricht der Wissenschaftler, dessen Muttersprache Serbokroatisch ist, fließend Englisch, Deutsch und Italienisch, ist aber auch im Französischen, Russischen, Lateinischen und Griechischen zu Hause. Während seines Forschungsaufenthalts in Berlin will Branko Mitrovic die Entwicklung des Wissens um die Renaissance in Deutschland im 20. Jahrhundert erforschen sowie die Struktur dieses Wissens.

Prof. Dr. Dr. Branko Mitrovic ist kein Fremder in der Fakultät I Geisteswissenschaften der TU Berlin. Auch 2002/2003 war der Architekturhistoriker bereits Gast an der TU Berlin. 14 Monate lang forschte er mit einem Humboldt-Forschungsstipendium zur Entwurfstheorie Andrea Palladios sowie zum Einfluss des Aristotelismus auf die Architekturtheorie des Quattro- und Cinquecento.

Branko Mitrovic studierte in Belgrad Architektur und Philosophie. In Pennsylvania, USA, erlangte er seinen ersten Ph.D. in Architekturgeschichte (1996), in Auckland den zweiten in Philosophie (2007). Er lehrt und lehrte in Rom und an der University of Notre Dame in Indiana (USA) und ist Inhaber diverser Fellowships und Stipendien, unter anderem von der Harvard University oder vom Canadian Centre for Architecture, von der National Gallery of Art in Washington und dem Clark Institute, Williamstown, Massachusetts. 2008 erhielt er außerdem für seine bedeutsamen Arbeiten den renommierten Humboldt-Forschungspreis.

Und auch die Studierenden profitieren in ganz besonderer Weise vom Aufenthalt Mitrovics an der TU Berlin. Im April war der Palladio-Experte mit Prof. Adrian von Buttlar und einer studentischen Gruppe in Italien unterwegs, wo sie unter kundiger Führung verschiedene Villen Palladios besuchten.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 6/2010

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