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TU Berlin

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Menschen

Hilfe für das verletzte Knie

Montag, 14. Juni 2010

David Hochmann entwickelte Prüfverfahren für die Eigenschaften von Orthesen

Dr. David Hochmann (l.) bei der Verleihung des MOT-Preises
Lupe

Wer schon einmal eine Knie-Operation hinter sich gebracht hat oder unter einer Knieverletzung litt, dem sind sie sicherlich schon einmal begegnet: den Knieorthesen, orthopädische Hilfsmittel, die bei der Rehabilitation eingesetzt werden. Es gibt auf dem Markt eine große Vielzahl, doch die Auswahl der richtigen ist schwierig, da bislang standardisierte Bewertungsmethoden für die Charakterisierung besonders ihrer mechanischen Eigenschaften fehlten. Diese Lücke hat Dr. David Hochmann geschlossen, der sich in seiner Forschungstätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Medizintechnik der TU Berlin mit Knieorthesen beschäftigt. Für seine Dissertation mit dem Titel "Prüf- und Bewertungsmethoden für Knieorthesen", die von Prof. Dr. Marc Kraft betreut wurde, bekam er den ersten Preis der Fachzeitschrift Medizinisch-Orthopädische Technik (MOT) auf dem süddeutschen Orthopädenkongress in Baden-Baden. Der mit 5000 Euro dotierte MOT-Preis wird jährlich für eine innovative Arbeit auf dem Gebiet der technischen Orthopädie vergeben.

Die Knieorthese während einer Belastbarkeitsmessung
Lupe

David Hochmann entwickelte in seiner mit "Auszeichnung" abgeschlossenen Dissertation völlig neue Ansätze, um die Stützwirkung von Knieorthesen in verschiedenen Ebenen, ihre Betriebsfestigkeit und ihre mikroklimatischen Eigenschaften bewerten zu können. Dazu wurden Knieorthesen mit Sensoren versehen, um beispielsweise Zugkräfte in den Gurten, Druck in den Schellen, Biegemomente in den Anschlägen und Orthesenflexionswinkel zu messen und auf diese Weise fehlende Informationen über die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Orthese zu sammeln. Er setzte die entwickelte Messtechnik in umfangreichen klinischen Untersuchungen sowie Probandentests ein und gewann Messdaten, die die Basis für die Entwicklung und Validierung der Prüftechnik bildeten. Diese bildet einerseits experimentell erfasste Gegebenheiten so genau wie möglich ab und erlaubt andererseits praktikable und wiederholbare Messungen. Unter anderem entwickelte David Hochmann ein Beinmodell als Prüfvorrichtung, welches mit pneumatisch gefüllten Schläuchen die Eigenschaften der Haut, des darunter liegenden Fettgewebes und der Muskulatur am Ober- und Unterschenkel nachbildet sowie einen Vergleich der lasttragenden Wirkung von Knieorthesen ermöglicht. Muss beispielsweise bei einem Riss eines Kreuzbandes ein Rutschen des Knies in der seitlichen Ebene verhindert werden, ist diese Eigenschaft einer Orthese, falls sie vorhanden ist, nun anhand der Messung von sogenannten "Kraft-Weg-Kennlinien" erkennbar.

Bettina Klotz / Quelle: "TU intern", 6/2010

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