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TU Berlin

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Menschen

Elektronik für die Produkte von morgen

Montag, 14. Juni 2010

Fraunhofer-IZM-Direktor und TU-Professor Herbert Reichl geht in den Ruhestand

Herbert Reichl war 23 Jahre lang TU-Professor und leitete das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration
Lupe

Seit April 2010 sind für das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) neue Zeiten angebrochen. Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Herbert Reichl, einer der Gründerväter des Instituts, ist in den Ruhestand getreten. Am 6. 7. 2010 wird er sich offiziell verabschieden; nicht nur mit einem Festakt, sondern mit einer wissenschaftlich-technischen Tagung im ehemaligen Staatsratsgebäude in Berlin-Mitte. Dass diese Veranstaltung dann noch mit einem geselligen Beisammensein enden soll, kennzeichnet auch das Wirken Herbert Reichls.

Die Vermittlung von Wissen war einer der wesentlichen Gründe, warum er 1987 dem Ruf an die TU Berlin gefolgt ist. Er vertrat das TU-Fachgebiet Mikroelektronik, Aufbau- und Verbindungstechniken im Institut für Hochfrequenz- & Halbleiter-Systemtechnologien der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik. Als überzeugter Lehrer stellte er seine Vorlesungen und Skripte im Wesentlichen immer selbst zusammen. Bis 2003 war er zudem Mitglied in der Ausbildungskommission, später dann Mitglied in der Kommission zur Vorbereitung des Bachelorstudiengangs.

Wissenschaftlich-technischer Tiefgang und neue Ideen hatten bei ihm stets Vorrang. Mit seinen Ideen hat er sein Fachgebiet zunächst allein, später dann in Kooperation mit dem Fraunhofer IZM international zu einer der ersten Adressen im Bereich des "Electronic Packaging" gemacht. Sein Fachgebiet gehörte zu den drittmittelstärksten der TU Berlin.

Eines seiner vielen besonderen Verdienste ist die Tatsache, dass er die Wiedervereinigung Deutschlands und die damit einhergehende Umstrukturierung der Wissenschaftslandschaft der DDR als Chance begriff und 1993 das erste gesamtdeutsche Fraunhofer-Institut in Berlin gründete. Die Arbeitsgruppen speisten sich aus der TU Berlin, der Humboldt-Universität und der Akademie der Wissenschaften in Chemnitz. Durch seinen Fokus auf wissenschaftliche Inhalte erübrigten sich Fragen nach Ost oder West. Zusammen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am IZM und seinem Fachgebiet an der TU Berlin hat Herbert Reichl in den vergangenen 16 Jahren Berlin zu einem der weltweit führenden Standorte bei der Integration von Elektronik in Produkte von morgen gemacht. Ob Abstandradar, Sicherheitsdokument oder Herzschrittmacher, Technologien aus der Ideenschmiede Reichls beflügeln eine Vielzahl innovativer Produkte. So reichte sein Wirkungskreis weit über Deutschland und Europa hinaus. Weltweite Ehrungen, so etwa die höchste Auszeichnung des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE) aus den USA, zeugen von dem Respekt, den er sich mit seinem Team aufgrund seines nahezu unerschöpflichen Forschergeistes in den vergangenen Jahren erarbeitet hat (s. Artikel in TU intern 5/10).

In seiner Nachfolge tritt eine "Doppelspitze" an. Zunächst noch kommissarisch werden Dr.-Ing. Dr. sc. techn. Klaus-Dieter Lang und der TU-Professor Dr.-Ing. Karlheinz Bock, Fachgebiet Polytronische Mikrosysteme, die Leitung des Fraunhofer IZM übernehmen.

Georg Weigelt, Fraunhofer IZM / Quelle: "TU intern", 6/2010

Der Festakt zu Ehren Herbert Reichls im ehemaligen Staatsratsgebäude, der heutigen European School of Management and Technology, findet am 6.7.2010 ab 10 Uhr statt.

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