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Gasturbinen mit Wasserdampf

Montag, 16. November 2009

Oliver Paschereit erhält den mit 3,1 Millionen Euro dotierten Advanced Grant 2009 des European Research Council

Oliver Paschereit bei Versuchen im
Strömungslabor
Oliver Paschereit bei Versuchen im Strömungslabor
Lupe [1]

Der mit mehr als 3,1 Millionen Euro über fünf Jahre dotierte Forschungspreis "ERC Advanced Grant 2009" der EU geht an TU-Professor Christian Oliver Paschereit, Fachgebiet Experimentelle Strömungsmechanik. Er will damit eine innovative Energietechnologie erforschen und entwickeln.

Es geht um eine Verbrennungstechnologie, mit der man die Effizienz von Gasturbinen um bis zu 15 Prozent erhöhen und somit den Ressourcenverbrauch drastisch reduzieren kann. Der äußerst renommierte Preis wurde vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) ausgelobt. Den ausgewählten Forscherpersönlichkeiten wird ein besonders hoher Freiraum zur Verwirklichung ihrer Visionen zugestanden. Dem international besetzten Gutachtergremium gilt allein die Exzellenz als Auswahlkriterium. Mit dem „ERC Advanced Grant“ treten die Spitzenforscher und Spitzenforscherinnen Europas erstmals direkt in den Wettbewerb um Fördermittel im Bereich der Grundlagenforschung ein. 1584 Forscherinnen und Forscher aus mehr als 30 Ländern hatten sich um den ERC Grant beworben. Es ist zu erwarten, dass insgesamt etwa 200 Anträge zur Förderung ausgewählt werden.

Das Projekt GREENEST (Gas turbine combustion with Reduced Emissions Employing extreme Steam injection) befasst sich mit Gasturbinenprozessen und Verbrennung. Obwohl Gasturbinen in der Energieproduktion eine entscheidende Rolle spielen, können mit konventioneller Gasturbinentechnologie nur noch schrittweise Steigerungen im Wirkungsgrad erreicht werden, eine Nutzung wasserstoffreicher Brennstoffe aus biologischen Ressourcen oder der Kohlevergasung ist nicht möglich. Die Arbeitsgruppe von Oliver Paschereit untersucht und entwickelt nun eine innovative ressourcenschonende Verbrennungstechnologie, die auf der Eindüsung großer Mengen von Wasserdampf basiert. Damit eröffnet sich ein weites Feld, in Zukunft sowohl die Kohle als auch nachwachsende Rohstoffe schadstoffarm zur Energieerzeugung zu nutzen.

pp / Quelle: "TU intern", 11/2009

"TU intern" November 2009

  • Online-Inhaltsverzeichnis [2]
  • Hochschulzeitung "TU intern" - November 2009 [3]
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