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TU Berlin

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Grüne Computertechnik von morgen

Montag, 12. Oktober 2009

Volker Markl und Odej Kao erhalten HP-Forschungspreis

Volker Markl (l.) und Odej Kao
Volker Markl (l.) und Odej Kao untersuchen die Möglichkeiten des Cloud Computing, eines neuen Trends in der Informatik
Lupe

Arbeiten mit einem Netz aus Rechnern, die man nicht selbst betreiben oder warten muss. Viel Speicherplatz auf einem Server nutzen, der nicht im eigenen Keller steht. Das ist die grundsätzliche Idee des "Cloud Computing", eines neuen Trends in der Informationstechnologie. Aber "Cloud" kann noch viel mehr, wie die jüngsten Forschungen zeigen. Für ihre Ideen in diesem Feld wurden nun Prof. Dr. Volker Markl und Prof. Dr. Odej Kao von der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin zusammen mit ihrem Kollegen Prof. Johann-Christoph Freytag, Ph.D. von der Humboldt-Universität zu Berlin mit dem diesjährigen, mit 100.000 Euro dotierten Hewlett Packard-Forschungspreis ausgezeichnet, dem "2009 HP Labs Innovation Research Award". Unter 300 Vorschlägen von mehr als 140 Universitäten aus 29 Ländern hielten die Begutachter den gemeinsamen Antrag der drei Berliner Forscher "QPiC: Query Processing in the Cloud" für preiswürdig.

"Große Suchmaschinen und Onlineshops wie Amazon bieten bereits jetzt zum Beispiel Speicherplatz über Cloud Computing an, was sich großer Beliebtheit erfreut", erklärt Odej Kao, der neben seinem Fachgebiet "Komplexe und Verteilte IT-Systeme" auch das IT-Servicecenter "tubIT" leitet. "Man kann das mit der Strom- oder Wasserversorgung vergleichen. Da hat auch nicht jeder sein eigenes kleines Kraftwerk zu Hause, sondern bezieht beides nur nach Bedarf von einem regionalen Versorger." So könnten auch große Cloud-Plattformen Rechenleistung und Speicherplatz dann zur Verfügung stellen, wenn sie benötigt werden, und entsprechend dem Verbrauch abrechnen. Der Zugriff erfolge per Internet. Das lohne sich vor allem für kleinere und mittlere Unternehmen, die auf diese Weise keine eigenen Ressourcen anschaffen müssten, keine Wartungsleistungen erbringen müssten und deren Infrastruktur damit weitgehend ausfallsicher und skalierbar sei.

Die Ideen der drei Wissenschaftler gehen aber noch viel weiter. „Eine Cloud-Computing-Infrastruktur kann rechenintensive Operationen in kurzer Zeit durch den Zusammenschluss vieler einzelner Rechner erledigen. Volker Markl, Odej Kao, Johann-Christoph Freytag und ihre Teams entwickeln daher eine Plattform für das Informationsmanagement. Damit könnten zum Beispiel kurzfristig die Auswirkungen eines Interviews oder einer Fernsehsendung in Blogs unter Internetforen ausgewertet werden, was wiederum für die Prognosen beispielsweise eines Wahlverfahrens wertvoll sei. Solche Ad-hoc-Anfragen müssen direkt zur Anfragezeit bearbeitet werden. Die entsprechenden Einträge müssen gefunden, gesammelt, analysiert und ausgewertet werden. Die Cloud Computing-Plattform weist dafür eine "atmende" Struktur auf: Je komplexer die Aufgabe, desto mehr Komponenten können in die Cloud hineingenommen werden, um die Verarbeitung zu beschleunigen. Für einfache Anfragen werden sie dann wieder reduziert. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Energie. Der Preis wird Anfang November in einem Festakt übergeben.

Patricia Pätzold / Quelle: "TU intern", 10/2009

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