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Verabschiedung

Montag, 14. April 2008

Für die Sprache um den Globus

Auch in China bei Kollegen und Studierenden beliebt und geachtet: Ulrich Steinmüller
Auch in China bei Kollegen und Studierenden beliebt und geachtet: Ulrich Steinmüller
Lupe

"Ein Vierteljahrhundert", so der Erste Vizepräsident der TU Berlin, Prof. Dr. Jörg Steinbach, “hat Ulrich Steinmüller seine Kraft und sein Wissen in den Dienst der Technischen Universität Berlin gestellt. Er war dabei mitverantwortlich dafür, sie sowohl wissenschaftlich als auch hochschulpolitisch weit nach vorne zu bringen. Dafür sind wir ihm zu großem Dank verpflichtet.“ Am 15. Februar 2008 nahm die TU Berlin im Lichthof feierlich von Prof. Dr. Ulrich Steinmüller Abschied, dem Leiter der Studiengänge Deutsch als Fremdsprache und Fachdidaktik Deutsch am Institut für Sprache und Kommunikation der Fakultät I Geisteswissenschaften sowie der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen. Bis zum letzten Jahr war er außerdem Dekan der Fakultät für Fremdsprachen der chinesischen Zhejiang-Universität in Hangzhou, die ihn 2003 als ersten ausländischen Dekan in der Geschichte Chinas berufen hatte. Ihm zu Ehren fand dort im September 2007 eine große internationale Konferenz für "Deutsch als Fremdsprache" statt.

1974 promoviert Ulrich Steinmüller zum Dr. der Philosophie, 1980 habilitiert er, erhält die venia legendi für Linguistik und wird 1983 auf eine Professur für Fachdidaktik Deutsch/Deutsch als Zweitsprache an der TU Berlin berufen, wo er bereits im Jahr darauf die Interkulturelle Forschungs- und Arbeitsstelle des Fachbereichs Erziehungs- und Unterrichtswissenschaften der TU Berlin gründet.

Von 1985 bis 1987 und von 1999 bis 2001 war Professor Steinmüller Mitglied des Akademischen Senats und von 1987 bis 1997 Vizepräsident der TU Berlin. 1999/2000 etablierte er den neuen Magisterstudiengang "Deutsch als Fremdsprache", der als einziger in Deutschland einen Fachsprachenschwerpunkt besitzt.

Ulrich Steinmüller veröffentlichte nicht nur zahlreiche Aufsätze, Monografien und Sammelbände, sondern wirkte auch in Beiräten und Gremien der Politikberatung zu Fragen der Lehrerbildung, Lehrplanentwicklung sowie interkultureller und zweisprachiger Erziehung mit.

So wurde er 1984 in den Arbeitskreis technologieorientiertes Deutsch der TU Berlin zur Etablierung, Entwicklung und kontinuierlichen Beratung der Deutschen Sprachenzentren der Universitäten Peking und Hangzhou in China und 1991 in die Fakultätskommission für Geistes- und Sozialwissenschaften der TU Cottbus berufen.

1992 ernannte ihn die Zhejiang-Universität in Hangzhou (VR China) in Würdigung seiner Bemühungen um die Verbesserung des dortigen Unterrichts Deutsch als Fremdsprache sowie der Etablierung eines Diplom-Teilstudienganges "Fachdeutsch Technik" zum "Beratenden Professor", 2003 dann zum Dekan der Fakultät.

Von 1996 bis 2000 war er Vorsitzender des Unterausschusses des DFG-Senats für die Verhandlungen mit der National Science Foundation of China (NSFC).

Professor Steinmüller entfaltete eine vielfältige Vortragstätigkeit auf Tagungen und Kongressen weltweit, pflegte internationale Kooperationsnetze und betreute Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus allen Ecken der Welt. Im August 2006 wurde er Professor honoris causa der Tongji-Universität in Schanghai.

PD Dr. Angelika Loo, Dr. Nikolaos Katsaounis, Institut für Sprache und Kommunikation, Fachbereich Deutsch als Fremdsprache / Quelle: "TU intern", 4/2008

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