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TU Berlin

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Oswald Mathias Ungers verstorben

Freitag, 05. Oktober 2007

Oswald Mathias Ungers
Oswald Mathias Ungers
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Die TU Berlin trauert um ihren Ehrendoktor und Stararchitekt Oswald Mathias Ungers, der am 30. September 2007 im Alter von 81 Jahren in Köln gestorben ist. Er gehört zu den weltweit populärsten und bedeutendsten Architekten. Seine Bauten prägten die Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nachhaltig.

1926 in Kaisersesch geboren, studierte Oswald Mathias Ungers von 1947 bis 1950 Architektur bei Egon Eiermann und Otto Ernst Schweizer an der TH Karlsruhe. Danach eröffnete er ein eigenes Architekturbüro in Köln und machte alsbald mit Mehrfamilienhäusern und Apartmentkomplexen von sich reden. Schon in diesen Bauten spiegelte sich der neue architektonische Anspruch von Ungers wider: Einfach und auf das Wesentliche konzentriert, aber dennoch komplex, so sahen die Arbeiten des jungen Architekten aus. Ungers wollte weder eine rein funktionalistische noch eine postmoderne Architektur. Für ihn standen die kulturelle Verantwortung und die humanistische Tradition des Bauens und Denkens im Vordergrund. In einer Zeit, in der Deutschland gerade das Wirtschaftswunder erlebte, stieß dieser Ansatz nicht nur auf positive Resonanz. Ungers, der seine Vorstellungen in der ihm eigenen Kompromisslosigkeit vertrat, wurde zu einer kontroversen Figur. Dagegen fand seine Arbeit im Ausland großen Anklang, erst später wurde ihm auch in seiner Heimat die entsprechende Beachtung geschenkt.

Zwischen 1963 und 1969 lehrte er als Professor an der TU Berlin, danach an der Cornell University Ithaca, deren Chairman er von 1975 bis 1986 war; zwischendurch hatte er noch andere Professuren inne, so an der Harvard University, und anschließend war er von 1986 bis 1990 Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.

Die TU Berlin würdigte ihn 1999 mit der Ehrendoktorwürde. Zudem erhielt er zahlreiche weitere Ehrungen. So wurde er unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Das Architekturmuseum in Frankfurt, die neue Messehalle auf dem Frankfurter Messegelände, die Badische Landesbibliothek in Karlsruhe und in Berlin die Messehallen sowie das Familiengericht gehören zu seinen bedeutendsten Bauten. Zu Ungers' weiteren populären Projekten gehört unter anderem die Neugestaltung der Museumsinsel in Hamburg, die Residenz des deutschen Botschafters in Washington, die Erweiterung des Messegeländes in Berlin, die Friedrichsstadtpassage in Berlin oder die Kunsthalle Hamburg.

bk

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