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Der inneren Spannung auf der Spur

Montag, 17. Dezember 2007

Christoph Genzel vor einer Apparatur
Christoph Genzel vor einer Apparatur, die mit Strahlung aus einer Röntgenröhre Spannungen bestimmen kann
Lupe

Christoph Genzel, Kristallograf am Berliner Hahn-Meitner-Institut (HMI), wurde an der TU Berlin zum außerplanmäßigen Professor für zerstörungsfreie Werkstoffcharakterisierung ernannt. Die Arbeitsgruppe um Dr. Genzel hat an der Berliner Synchrotronstrahlungsquelle BESSY eine Anlage aufgebaut, mit der man durch die Verwendung bestimmten Röntgenlichts innere Spannungen in technischen Bauteilen bestimmen kann, ohne die Teile zu beschädigen. So wird mit der Methode von Christoph Genzel nicht nur analysiert, welche Spannungen im Inneren von Kurbelwellen, Zylinderköpfen oder sogar Raketenbauteilen existieren, sondern auch das Geheimnis des Klanges alter Orgeln. Italienische Wissenschaftler wollten dem Herstellungsverfahren auf die Spur kommen und ließen die Schallzungen alter Orgelpfeifen untersuchen. Aus den Spannungsverteilungen in diesen Zungen wollen sie nun den Herstellungsprozess rekonstruieren.

Christoph Genzel hält bereits seit sechs Jahren Vorlesungen an der Fakultät III Prozesswissenschaften der TU Berlin, die für angehende Werkstoffwissenschaftler zum Pflichtprogramm gehören.

pp / Quelle: "TU intern", 12/2007

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